Bryson DeChambeau gibt sich selten mit dem Status quo zufrieden. Der US-Open-Sieger ist bekannt für seinen unermüdlichen Perfektionismus – und wenn er einmal vollends zufrieden mit seinem Equipment ist, dann stimmt wohl etwas nicht.
Sein neuestes Problem betrifft den Golfball. In den letzten Monaten hatte er den Titleist ProV1x Left Dash in seinem Bag, doch nach der ersten Runde der LIV Golf Hong Kong, in der er eine starke 66 (-4) spielte, klagte er über zu viel Spin bei Annäherungsschlägen.
"Der Ball rotiert zu stark mit meinen Wedges", erklärte ein sichtlich frustrierter DeChambeau nach der Runde. "Wenn ich einen vollen Schlag spiele, zieht er sich vom Green zurück. Das war auf der 15 klar zu sehen – 95 Yards mit Rückenwind, und der Ball spinnt 10 Meter zurück."
Der exzentrische Longhitter hat eine klare Vorstellung davon, was er braucht: "Ich suche einen Golfball, der viel niedriger startet, bei vollen Schwünge kontrollierten Spin hat und dennoch bei halben Schwünge genug Spin behält. Das ist die perfekte Kombination. Und ich hoffe, dass ich bald einen Ball finde, der das kann – denn meine Bewegung werde ich nicht ändern. Damit läuft es aktuell zu gut."
Wohin seine Suche führen wird, ist noch offen, doch mögliche Hersteller werden nicht zögern, ihm ihre Bälle anzubieten.
Nach der ersten Runde in Fanling liegt DeChambeau drei Schläge hinter seinem Crushers-Teamkollegen Paul Casey. Zwar ist er mit seinem Spiel vom Tee endlich zufrieden, doch sein Kurzspiel sorgt kurz vor der Major-Saison für Kopfzerbrechen.
"Meine Wedges sind momentan nicht gut genug", gab er offen zu. "Ich muss das in den Griff bekommen. Es war nicht katastrophal, aber meine Erwartungen sind einfach höher."
Anstatt unzählige Drives zu schlagen, wird DeChambeau in den kommenden Trainingseinheiten vor allem an seinen Wedges arbeiten. "Das ist mal eine Überraschung. Aber es zeigt wohl, dass mein Driving auf dem richtigen Weg ist."
Photo by David Cannon/Getty Images
In primo piano
golf.news.async-loader.error-message