Alle sind in Masters-Stimmung, denn das erste Major-Turnier der Saison in Augusta National steht vor der Tür.
In genau zwei Wochen beginnt das legendäre Event – und einige Spielerinnen dürften ein wenig neidisch auf LPGA-Hall-of-Famerin Lydia Ko sein.
Warum? Weil die Neuseeländerin im Dezember die Magnolia Lane hinunterfuhr und dabei einen ersten, bleibenden Eindruck von Pink Dogwood und Amen Corner gewann.
Es war zwar deutlich ruhiger als beim Turnier – einfacher wurde das Spiel dadurch aber keineswegs.
«Ich habe Jason Day nach meiner ersten Runde eine SMS geschickt und gesagt, dass dieser Platz unglaublich hart ist», sagte Ko gegenüber Golfweek. «Ich bin so froh, dass ich ihn nicht in einem Turnier spielen muss – er würde mir den Hintern versohlen.»
Die dreifache Major-Siegerin spielte gemeinsam mit ihrem Ehemann Jun Chung, der selbst ein sehr solider Golfer ist. Ko caddiete zuvor für ihn, als er an einem Turnier der US-Amateur-Tour teilnahm.
Bei ihrem eigenen Augusta-Debüt spielte Ko zwei Runden und erzielte respektable Scores von 71 und 70 auf dem Par-72-Kurs.
«Weil die Grüns so stark modelliert sind, war es wirklich schwierig, nahe an die Fahnen zu kommen und sich Birdie-Chancen zu erarbeiten», erinnerte sie sich. «Aber am letzten Tag konnte ich die Runde mit einem Birdie auf der 18 abschliessen – ein perfekter Abschluss für diese Reise.»
Ko war übrigens schon einmal in Augusta National – allerdings nicht als Spielerin. Im Jahr 2016 wurde sie dort mit dem Award der Golf Writers Association of America als «Female Player of the Year» ausgezeichnet. Zudem war sie damals Caddie für Kevin Na beim Par-3-Contest.
Doch als sie schliesslich selbst abschlug, war Ko vom Platz sichtlich überrascht.
«Wow, das ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe», sei ihre Reaktion an fast jedem Abschlag gewesen. «Die Höhenunterschiede und die Form der Löcher – das hatte ich so nicht erwartet.
«Ich dachte, es sei nur ein leichtes Dogleg, aber Loch 2 geht extrem bergab, schwingt nach links, während das Gelände von links nach rechts abfällt.
«Da dachte ich: Wow, jetzt verstehe ich es. Und das soll eines der leichteren Löcher für die Jungs sein!»
Die Idee eines Masters für Frauen wird seit Jahren diskutiert – bislang allerdings ohne grünes Licht.
Bei der letztjährigen AIG Women’s Open äusserte die Schottin Gemma Dryburgh die Hoffnung, dass dieser Traum eines Tages in Erfüllung geht.
«Ich glaube, dass wir eines Tages so weit sein werden», sagte sie. «Ich denke nicht, dass ich dann noch aktiv spielen werde – das ist meine Vermutung.
«Aber es wäre grossartig, dort ein Profi-Turnier für Frauen zu erleben. Das Amateurturnier ist ein schöner Schritt in die richtige Richtung, aber ja – ein richtiges Pro-Turnier in Augusta wäre ein Traum.»
Photo by Jason Butler/Getty Images
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