Die Geschichte des Matcha Tees geht vermutlich bis ins 6. Jahrhundert in China zurück. Mönche haben diesen Tee während Zeremonien getrunken um vollste Konzentration zu erlangen
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Matcha Tee – Für vollste Konzentration im Golf

Die Geschichte des Matcha Tees geht vermutlich bis ins 6. Jahrhundert in China zurück. Mönche haben diesen Tee während Zeremonien getrunken um vollste Konzentration zu erlangen.

Der Matcha Tee geriet in China immer mehr in Vergessenheit, wurde aber in Japan weitergepflegt. Der japanische Teemeister Sen no Rikyu beschreibt in seinen Gedichten zum Tee-Weg die richtige Zubereitung des Matcha Tess und wie er zu trinken ist. Matcha Tee ist ein feiner, zu Pulver gemahlener Grüntee. Besonders markant ist seine intensive, grüne Farbe. Der Geschmack ist lieblich süß, in späteren Pflückungen leicht herb. Da der Matcha als eine besonders edle Teesorte gilt, ist er dementsprechend teuer. In den letzten Jahren hat sich Matcha Tee zu einem regelrechten Trend entwickelt. In Fachkreisen gilt er als besonders gesundheitsfördernd, was sich auch an der ursprünglichen Verwendung in der Chinesischen Medizin zeigt.

Besonders wichtig ist beim Matcha Tee die richtige Lagerung. Da er durch die Oxidation im Kontakt mit Sauerstoff schnell an Qualität verliert, sollte das Matchapulver immer fest verschlossen aufbewahrt und rasch verbraucht werden. Eine Lagerung im Kühlschrank oder sogar im Gefrierschrank hilft dabei, die Lebensdauer des Tees zu verlängern. Wichtig ist allerdings, den Pulvertee nur kurz aus dem Kühlschrank zu nehmen, da der Temperaturwechsel dem Matchapulver sonst die Feuchtigkeit entzieht. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Sorten zu kaufen, die sich sowohl im Preis als auch im Geschmack teilweise sehr unterscheiden. Da beim Matcha Tee das ganze Blatt verarbeitet und getrunken wird, ist ein Matcha-Tee aus biologischem Anbau besonders wichtig.

Wissenswert

Die Samurai-Krieger tranken Matcha als natürlichen Energiedrink, wenn sie zu Expeditionen aufbrachen. Eine Tasse Matcha enthält die Hälfte des Koffeins einer Tasse Kaffee, aber dank L-Theanin hält seine Wirkung viel länger an. Matcha hilft uns bei der Konzentration und steigert die Energie, führt aber nicht zu den mit Kaffee verbundenen Zitterreffekten. Darüber hinaus haben die im Matcha enthaltenen Katechine antibiotische Eigenschaften, die unser Immunsystem langfristig stärken.

Japanische Teezeremonie Matcha Tee
Bio Matcha

Unser Tipp

Die Zubereitung von Matcha Tee unterscheidet sich durch die Pulverform von anderen Tees. Dabei werden 1-2 Gramm des Matcha-Pulvers in eine spezielle Matcha-Schale gegeben und direkt mit ca. 80 Grad heißen Wasser übergossen. Der Tee wird dann mit einem speziellen Bambusbesen, Chasen genannt, schaumig geschlagen. Der Besen wird dabei aus dem Handgelenk vor und zurück bewegt, in etwa in der Form eines “M”. Je nach Geschmack und Vorliebe kann man den Tee mit mehr Wasser milder und mehr Matchapulver wiederum kräftiger machen. Die richtige Zubereitung will dabei gelernt sein: So können beispielsweise die Temperatur des Wassers und die Größe/Form der Schale einen Einfluss auf die Schaumigkeit des Matcha Tees haben.

Grüner_Tee,_Matcha

Die klassische Zubereitung

In der klassischen Matcha-Zubereitung wird das Pulver in eine spezielle Matcha-Schale gegeben, mit Wasser aufgefüllt und dann mit einem Matchabesen, dem Chasen, schaumig gerührt. Dabei sind die Fertigung des Besens und der Schale bereits ein spezielles Hand- und auch Kunstwerk. Jede Schale wird z.B. einzeln und von Hand gefertigt. So entstehen einmalige Kunstwerke.

Wer den Matcha ersteinmal probieren möchte, oder keinen Wert auf die originale Herstellungsmethode legt, kann auch einen Schneebesen und eine einfache Schüssel nehmen. Auch die Zubereitung in einem Shaker ist möglich. Für einen hochwertigen Matcha empfehlen wir jedoch die klassische Variante mit Besen und Matcha-Schale. Gerade beim Matcha Tee ist das Trinken fest mit dem Ritual der Zubereitung verbunden.

Japanische Teezeremonie

Matcha Tee ist fest mit der berühmten japanischen Teezeremonie verbunden, die um das Jahr 1570 vom Zen-Meister Sen-no-Rikyu eingeführt wurde. Die japanische Teezeremonie beginnt damit, dass sich die Gäste im Garten des Teehauses oder in einem Warteraum versammeln und dort vom Gastgeber begrüßt und hineingebeten werden.

Vor dem Beginn der Zeremonie

Der Gastgeber füllt Wasser in ein Bassin aus Stein und legt eine Schöpfkelle bereit. Er wäscht sich Hände und Mund, danach folgen die Gäste. Erst danach wird mit Demut und Respekt das eigentliche Teehaus betreten. Durch das Übertreten der Schwelle werden auch die gesellschaftlichen Unterschiede abgelegt.  Der letzte Gast hat dabei die Aufgabe, die Tür leise aber dennoch geräuschvoll zuzuschlagen – So weiß der Teemeister wann er mit der Zeremonie beginnen kann. Im Teeraum werden kleine Speisen und Getränke gereicht. Ein fünfmaliges Ertönen des Gongschlages läutet den Beginn der Zeremonie ein.

Der Raum und das richtige Zubehör

Der Teeraum ist sehr schlicht und einfach gehalten – das soll den Teilnehmern helfen, sich besser auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Tee und das damit verbundene Ritual. Bei der Zubereitung des Tees folgt der Gastgeber strengen, geplanten Abläufen. So ist zum Beispiel festgelegt, welche Gefäße verwendet werden, welcher Handgriff wann erfolgt und in wie groß der Abstand der Gefäße zueinander ist. Großer Wert wird auch auf harmonische und fließende Bewegungen während der Zeremonie gelegt. Währenddessen herrscht stilles Schweigen: Erst nachdem der Tee getrunken wurde, erkundigen sich die Gäste beim Teemeister nach dem Tee. Eine Teezeremonie folgt im Allgemeinen vier Prinzipien: Harmonie, Respekt, Reinheit und Stille.