Alexander Brand, Nationalspieler Amateure
News ➝ Swiss Golf  ·  2026-06-14 19:50:46  ·  Stefan Waldvogel

Swiss Golf Open Championship: Brand siegt klar, Klubkollegin Müller knapp

Alexander Brand vom Golfclub Bern gewinnt die Swiss Golf Open Championship mit grossem Vorsprung. Dank dem Sieg von Seraphine Müller kommen die Berner gleich zu zwei «Schweizer Golf Meister».

Auf dem anspruchsvollen Par 73 Parcours im Golfclub Wylihof distanzierte der 21-jährige Alexander Brand bei der Swiss Golf Open Championship die Konkurrenz aus vielen Amateuren und (einigen) Professionels nach vier Durchgängen mit 11 (!) und mehr Schlägen. Der Amateur-Nationalspieler spielte nach der 70er Startrunde 69 und 66 Strokes. Dieses beste Resultat des ganzen Turnieres bestand unter anderem aus sieben Birdies, einem Eagle und zwei Bogeys. Damit ging Brand mit total 14 unter Par in die zweite Runde am Sonntag, alle anderen im Feld hatten bis dahin über Par gespielt.

So konnte sich Brand am Nachmittag ein erstes Doppelbogey leisten, er blieb auf den Frontnine weiter unter Par. Auf den Backnine kamen noch ein paar kleine Fehler dazu, unter anderem sein erstes Bogey auf der anspruchsvollen 18. So reichte die Par-Runde locker für den vierten Sieg als Amateur, zuletzt hatte Brand im März die Ticino Championship gewonnen.

Auf Platz zwei folgt Patrick Foley. Der Lausanner Amateur startete mit einer 68er Runde, musste dann aber zwei 76er Karten unterschreiben. Im Final kompensierte Foley ein frühes Bogey unter anderem mit fünf Schlaggewinnen zur 69-er Karte. Das bringt ihn auf total -3. Mit insgesamt +1 klassiert sich Fridolin Julian Michel vom Golfclub Zürichsee auf Platz drei. Dies mit Runden von 76,73, 71 und 73 Schlägen.

Erst auf dem geteilten siebten Rang in der Gesamtwertung erscheinen die ersten Profis. Sven Cremer und André Bossert kommen beide auf total +5, beide hatten die zweite Runde am Sonntag mit einer 77 (+4) abgeschlossen.

Müller holt auf

Im kleinen Feld der Frauen mit insgesamt  bloss 22 Spielerinnen am Start setzte sich Seraphine Müller erst spät an die Spitze und gewann mit zwei Schlägen vor Ladina Luder vom Golfclub Waldkirch. Die Bernerin war mit einer 78 eher enttäuschend ins Turnier gestartet, unter anderem musste sie sich schon auf den Frontnine zwei Doppelbogeys notieren. Müller verbesserte sich danach mit 72 und 73 Schlägen. Das brachte sie vor der Entscheidung auf den dritten Zwischenrang. 

Am Sonntagnachmittag blieb sie dann erstmals fehlerfrei, mit vier Birdies und 14 Pars spielte sie die klar beste Runde des gesamten Frauenfeldes und überholte Leaderin Clarissa Rattaggi noch. Die Spielerin vom Golfclub Losone war mit 71 Schlägen gestartet, doch weil sie in der Finalrunde acht Strokes mehr benötigte, reichte es am Ende für Platz drei. 

Ladina Luder spielte konstante Ergebnisse. Je eine 74 am Freitag und Samstag und noch zwei Par-Runden am anstrengenden Finalsonntag. 

Photo by Alexander Brand