GUYANCOURT, FRANCE - SEPTEMBER 27 Matt Fitzpatrick of England speaks during a press conference following victory on day four of the FedEx Open de France at Le Golf National on September 27, 2026 in Guyancourt, France. (Photo by Jasper WaxGetty Images)
News ➝ DP World Tour  ·  2026-09-27 21:40:05  ·  Naimad Ztul

Fitzpatrick siegt in Paris, Girrbach beendet die Woche solide

Matt Fitzpatrick hat die FedEx Open de France mit drei Schlägen Vorsprung gewonnen und feiert im Le Golf National seinen elften Titel auf der DP World Tour. Für den zweifachen Sieger von Crans-Montana ist es der erste Erfolg als Vater. Joel Girrbach schliesst das Turnier mit einer weiteren Par-Runde auf dem geteilten 37. Rang ab.

Mit fünf Schlägen Vorsprung war Matt Fitzpatrick in den Sonntag gestartet, und doch wurde die Schlussrunde zur Geduldsprobe. Zwölf Löcher lang reihte der Engländer Par an Par, während sich die Verfolger näherschoben. Erst an der 13 fiel das erlösende Birdie, zwei Löcher später folgte das nächste. Damit war der Vorsprung wieder komfortabel. Ein Bogey am letzten Loch trübte die 70er-Runde nur kosmetisch: Mit 264 Schlägen und 20 unter Par trug sich Fitzpatrick in die Siegerliste der ältesten nationalen Open auf dem europäischen Festland ein, die zum 108. Mal ausgetragen wurde.

«Die ersten zwölf Löcher waren ein Krampf», gab der Weltranglistenvierte zu. Der Wind habe aus ungewohnten Richtungen geweht, er habe sich einige Male schlecht positioniert und die Pars mühsam gerettet. «Auf den letzten sechs Löchern habe ich dann einiges vom Besten der ganzen Woche gespielt.»

Ein alter Bekannter aus Crans

Schweizer Golffans kennen Fitzpatricks Siegerlächeln bestens. 2017 und 2018 gewann er das Omega European Masters in Crans-Montana. Mit der Titelverteidigung 2018 gelang ihm etwas, das zuvor 40 Jahre lang nur Seve Ballesteros geschafft hatte. Ausgerechnet Ballesteros' Turnierrekord von 1985 nach 54 Löchern hatte Fitzpatrick am Samstag in Paris eingestellt.

Die Open de France ist nach den beiden Crans-Titeln sein dritter Sieg bei einer nationalen Open auf europäischem Boden. Zählt man den US-Open-Triumph von 2022 dazu, ist es der vierte. Dazu kommen in dieser Saison bereits drei Siege auf der PGA Tour. Besonders emotional war für ihn aber etwas anderes: «Ich habe gerade mit meiner Frau gesprochen. Der erste Sieg als Vater ist einfach etwas ganz Besonderes.»

Der Start in Paris war eigentlich eine kurzfristige Ergänzung seines Programms. Nun bringt er ihm einen Traumstart ins Rennen um die Ryder-Cup-Punkte für Adare Manor 2027.

Hidalgo löst das Ticket für St Andrews

Zweiter wurde der Spanier Angel Hidalgo mit einer 67 und 17 unter Par. Als bestklassierter noch nicht qualifizierter Spieler sicherte er sich zudem einen Startplatz für The Open 2027 in St Andrews. Einen Schlag dahinter teilten sich Eugenio Chacarra, Kristoffer Reitan sowie die Franzosen Matthieu Pavon und Tom Vaillant den dritten Rang. Für beide Lokalmatadoren ist es das beste Resultat auf heimischem Boden.

Girrbach konstant

Joel Girrbach blieb am Wochenende konstant, konnte aber keinen Angriff mehr lancieren. Nach 69 und 67 Schlägen zum Auftakt spielte der Thurgauer zweimal eine 71. Mit sechs unter Par teilt er sich den 37. Rang. Dabei sah es speziell im Final lange gut aus. Der Thurgauer lag bis Loch 14 bei vier unter Par und spielte sich bis in die Top 20. Dann musste er noch vier Schläge abgeben. Mit einem Gesamtergebnis von sechs unter Par fiel er damit auf den geteilten 37. Rang zurück. Dafür erhält er 24'750 Dollar Preisgeld. 

Damit blieb Girrbach am Wochenende zwar ohne den erhofften Vorstoss Richtung Top 20, sammelte nach dem verpassten Cut bei der BMW PGA Championship aber wieder Preisgeld und weitere Punkte für die Race to Dubai. In der Jahresrangliste verbesserte er sich minimal auf Rang 91. Die besten 100 Ende Saison bekommen die Tourkarte für 2027.

Vier Turniere bleiben

Für den Thurgauer beginnt nun die entscheidende Schlussphase der regulären Saison. Als Nächstes folgt vom 1. bis 4. Oktober die Alfred Dunhill Links Championship in Schottland. Danach stehen die Open de España in Madrid, die DP World India Championship sowie die Genesis Championship in Südkorea auf dem Programm.

Vor allem Madrid dürfte Girrbach gute Erinnerungen wecken: Dort wurde er 2025 Dritter und erzielte damit das beste Resultat seiner bisherigen DP-World-Tour-Karriere.

Das Ziel bleibt die zweite Qualifikation für die Playoffs. Nach der Genesis Championship dürfen die besten 70 verfügbaren Spieler beim Abu Dhabi Championship antreten, anschliessend erreichen die besten 50 den Saisonfinal in Dubai.

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