Bryson DeChambeau
News ➝ LIV Golf  ·  2026-04-17 19:21:41  ·  Tony Martin

Zwischen Stabilität und Fragezeichen – DeChambeau im Fokus

Die Diskussionen rund um die Zukunft von LIV Golf reissen nicht ab – und mittendrin steht einmal mehr Bryson DeChambeau. Während sich Gerüchte um einen möglichen Rückzug des saudi-arabischen Public Investment Fund als Geldgeber der Liga hartnäckig halten, bemühen sich die Verantwortlichen um demonstrative Ruhe.

LIV-CEO Scott O’Neil unterstrich beim laufenden Event in Mexiko-Stadt die offizielle Linie: «Business as usual». Nach der Auftaktrunde stellte er sich im Gespräch mit Oliver Wilson den Fragen zur Zukunft der Liga – und insbesondere zur Vertragssituation von DeChambeau, dessen aktuelles Arbeitspapier Ende 2026 ausläuft.

O’Neil fand dabei deutliche Worte: Kaum ein Spieler verkörpere die Idee von LIV Golf so stark wie der zweimalige US-Open-Sieger. DeChambeau sei eine treibende Kraft für Team-Golf und die Weiterentwicklung des Sports. Entsprechend zeigte sich der CEO «zuversichtlich», dass eine Lösung gefunden werde.

Hinter den Kulissen bleibt die Lage jedoch komplex. Spekulationen über einen möglichen Wechsel DeChambeaus zurück auf die PGA Tour halten sich ebenso wie die Unsicherheit über die langfristige Finanzierung der Liga. Namen wie Brooks Koepka oder Patrick Reed, die bereits mit ähnlichen Gedankenspielen in Verbindung gebracht wurden, dienen dabei als Referenzpunkte.

Gleichzeitig betont O’Neil, LIV Golf befinde sich «in der besten Verfassung seiner Geschichte». Man arbeite intensiv an nachhaltigen Strukturen und einem langfristigen Geschäftsmodell – ein Prozess, der laut ihm nicht untypisch für ein Private-Equity-finanziertes Projekt sei.

Sportlich führt derzeit Victor Perez das Tableau in Mexiko-Stadt an, dicht gefolgt von Jon Rahm. DeChambeau hingegen liegt nach einer Par-Runde zum Auftakt nur im Mittelfeld – und damit nicht nur sportlich, sondern auch strategisch im Spannungsfeld einer Liga im Wandel.

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