Bei Sarah Schmelzel und ihrem Caddie ist immer «Sho»-Time
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Wenn man Sarah Schmelzel und ihren Caddie Taylor «Shota» Takada nach einem Birdie oder einem Bogey lachen sieht, ist das kein Zufall. Ob sie gemeinsam «Blank Space» von Taylor Swift singen oder sich gegenseitig necken – Takada sorgt bewusst für eine lockere Atmosphäre, und Schmelzel ist genau dafür zu haben.
Die Zusammenarbeit der beiden begann im November letzten Jahres beim Turnier «The Annika». Takada war zuvor Caddie von Alison Lee gewesen, musste jedoch während ihrer Mutterschaftspause eine neue Spielerin finden. Über ihren gemeinsamen Trainer Chris Mayson kam der Kontakt zustande – und es stellte sich schnell heraus, dass sie hervorragend harmonieren.
Schmelzel spielte am Freitag eine 68er-Runde (-4) und lag mit nur einem Schlag Rückstand auf Clubhaus-Leaderin Yan Liu auf dem geteilten zweiten Rang, als sie ihre Runde bei der wetterbedingt verzögerten Chevron Championship im Club at Carlton Woods beendete. Die 30-Jährige ist noch auf der Suche nach ihrem ersten LPGA-Tour-Sieg. In dieser Saison schaffte sie bei allen sieben Starts den Cut und erreichte bei der Blue Bay LPGA ein Top-5-Ergebnis.
«Ich bin sehr froh, dass sie auf dem Golfplatz so viel Spass hat», sagte Takada am Freitag. «Sie trägt ihre Emotionen offen zur Schau, was ich grossartig finde. Auch wenn die Dinge nicht perfekt laufen, bleibt sie authentisch. Es ist ihre Art von Golf – und ich liebe es, für sie zu arbeiten. Es fühlt sich sehr natürlich an.»
Während einer Proberunde in dieser Woche wurde das Duo von der LPGA verkabelt. Nur wenige Profis würden sich wohl während einer Major-Woche auf so offene Weise filmen lassen. Schmelzel und Takada schon – das amüsante Video brachte Takada rund 600 neue Instagram-Follower ein.
Ein typischer Dialog zwischen den beiden auf dem Platz:
Schmelzel lachend: «Willst du deine Sünden beichten?»
Takada: «Welche?»
Schmelzel: «Die von heute Morgen.»
Takada: «Oh ja, ich habe mein Yardage Book vergessen und improvisiere jetzt mit einem leeren.»
«Sho ist einfach grossartig», sagte Schmelzel. «Er bringt mich positiv in die richtige Stimmung, aber ohne es zu übertreiben. Ich neige dazu, manchmal schnell aufgebracht zu sein. Er lässt mich Dampf ablassen und stärkt mir dann den Rücken – sagt zum Beispiel: ‹Ja, das war wirklich Pech. Jetzt holen wir uns ein Birdie.› Er hilft mir, den Fokus wiederzufinden.»
«Natürlich lachen wir viel und reden über jede Menge Unsinn», ergänzte sie. «Aber wenn es darauf ankommt, sind wir komplett fokussiert. Diese Balance zwischen Konzentration und Lockerheit ist in diesem Jahr enorm wichtig für mich.»
Takada, der früher College-Fussball an der UNLV spielte, liebt die Teamdynamik, die auch im Golf eine wichtige Rolle spielt. «Auf dem Platz hörst du mich singen, und Sarah summt mit», sagte er. «Das ist genau unser Stil.»
Bekannt wurde Takada bereits beim Solheim Cup, als er nach einem gelochten Schlag von Alison Lee zusammen mit Megan Khangs Caddie sein Hemd auszog – Teil einer verlorenen Wette.
Mit noch 36 verbleibenden Löchern sind Schmelzel und Takada in aussichtsreicher Position. Schmelzel erreichte im letzten Jahr bei der KPMG Women’s PGA Championship bereits eine Top-10-Platzierung (T9). Ihr Spiel entwickelt sich stetig weiter.
Takada ist überzeugt, dass Schmelzel mit ihrem Ansatz auch in der Schlussrunde eine Rolle spielen wird:
«Wenn sie bei ihrem Stil bleibt – ob sie dabei wütend ist oder wir Taylor Swift auf dem 18. Fairway singen –, wird sie ihre Chance bekommen. Wenn sie sich auf das konzentriert, was sie kann, wird alles gut.»
Photo by Andrew Redington/Getty Images
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