Insgesamt 333 Persönlichkeiten aus der Schweizer Wirtschaft hat das Wirtschaftsmagazin BILANZ in diesem Jahr unter die Lupe genommen. Wer auf den Schweizer Greens nicht nur geschäftlich, sondern auch sportlich überzeugt, findet sich in der jährlichen Rangliste wieder.  An der Spitze bleibt alles beim Alten: Dominik Senn, Geschäftsführer des Sportvermarkters 4sports, verteidigt seinen Platz als bester golfender Manager der Schweiz. Auf Rang zwei folgt – ebenfalls wie im Vorjahr – die Immobilienspezialistin L
News ➝ People & Clubs  ·  2026-04-27 08:31:46  ·  UA

Golf-Ranking 2026: Diese Manager schwingen den Schläger am besten

Das traditionsreiche BILANZ-Ranking der besten golfenden Schweizer Managerinnen und Manager liegt vor – zum 23. Mal. An der Spitze herrscht Kontinuität, im Mittelfeld sorgt eine echte Sensation für Aufsehen.

Insgesamt 333 Persönlichkeiten aus der Schweizer Wirtschaft hat das Wirtschaftsmagazin BILANZ in diesem Jahr unter die Lupe genommen. Wer auf den Schweizer Greens nicht nur geschäftlich, sondern auch sportlich überzeugt, findet sich in der jährlichen Rangliste wieder.

An der Spitze bleibt alles beim Alten: Dominik Senn, Geschäftsführer des Sportvermarkters 4sports, verteidigt seinen Platz als bester golfender Manager der Schweiz. Auf Rang zwei folgt – ebenfalls wie im Vorjahr – die Immobilienspezialistin Lisa Baumgartner. Beide bewegen sich auf einem Niveau, das selbst unter passionierten Amateuren selten ist: Sie spielen mit einem Plus-Handicap. Anders als beim klassischen Handicap, bei dem Schläge gutgeschrieben werden, müssen Spielerinnen und Spieler mit Plus-Handicap zusätzliche Schläge zu ihrem Resultat addieren. Zur Einordnung: Wer neu mit dem Sport beginnt, startet bei Handicap 54.

Aufsteiger des Jahres: Thomas Borer

Die grösste Überraschung liefert in diesem Jahr ein Name, den viele eher aus der Diplomatie kennen. Thomas Borer, ehemaliger Schweizer Botschafter und heute als Unternehmensberater tätig, hat sein Handicap im Verlauf der Saison um beinahe fünf Schläge verbessert. Mit 68 Jahren spielt er sich damit auf eine sehr solide einstellige Spielvorgabe von 9.7 – ein Wert, von dem viele jüngere Hobbygolfer nur träumen. Borer selbst bleibt nüchtern: Konsequentes Training zahle sich aus, dieses Niveau dauerhaft zu halten werde jedoch eine echte Herausforderung.

Ebenfalls deutliche Fortschritte gelangen Philipp Gmür, dem langjährigen CEO der Helvetia-Versicherung, sowie Stefan Rösch-Rütsche, dem Schweiz-Chef von EY. Beide starteten allerdings von höheren Handicap-Werten, bei denen Verbesserungen erfahrungsgemäss leichter zu erzielen sind als im einstelligen Bereich.

Ein Rekordjahr für den Schweizer Golfsport

Der Boom auf den Fairways spiegelt sich auch in den Zahlen der Clubs wider. Für die meisten der rund 98 Schweizer Golfanlagen war 2025 ein Ausnahmejahr. Die Migros Golf AG meldet für ihre sechs Anlagen rund 460’000 gespielte Runden – ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die clubunabhängige Migros GolfCard legte zu: Über 27’000 Personen besitzen mittlerweile eine solche Karte, was einem Wachstum von acht Prozent entspricht. Susanne Marty, Leiterin des GolfCard-Programms, verweist auf das aussergewöhnlich gute Wetter als wichtigen Faktor.

Bemerkenswert: Wartelisten für neue Mitglieder sind in der Schweiz wieder Realität – und längst nicht mehr nur in traditionell exklusiven Clubs wie Schönenberg oder Zumikon. Auch in Heidental, Küssnacht oder Wallenried sind die Mitgliedschaften ausgeschöpft. Roland Meyer, Geschäftsführer des Golfclubs Wylihof in Luterbach (SO), beziffert die ideale Auslastung mit rund 30’000 Runden pro Jahr. Sein Club zählt aktuell 1200 Mitglieder – und etwa 50 Interessierte auf der Warteliste.

Quelle: Das vollständige Ranking sowie alle Detaildaten zu den 333 erfassten Managerinnen und Managern wurden vom Wirtschaftsmagazin BILANZ erhoben und publiziert.

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