Streit wegen langsamen Spiels endet mit Kieferbruch
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Kelowna, British Columbia – Kanada. Golf ist ein Gentlemen-Sport? Nicht immer. Siehe Video unten: Wenn Golf zum Kampfsport wird kann es mit einem Kieferbruch auf dem Fairway enden.
Was sich am Montagabend auf dem Two Eagles Golf Course ereignete, hatte mehr mit dem Boxring als mit einem Fairway zu tun – und erinnert daran, dass auch im Golf Emotionen hochkochen können. Sehr hoch.
Was war passiert?
Während der beliebten Monday Night League auf dem Platz in Kelowna kam es zu einem handfesten Streit zweier Flightgruppen – der Auslöser war langsames Spiel. Die hintere Gruppe fühlte sich offenbar mehrfach durch zu langes Zögern der Vordergruppe ausgebremst – und reagierte auf ihre Art: Sie spielten einfach in die Vordergruppe hinein.
Das wiederum liess ein Spieler der vorderen Gruppe nicht auf sich sitzen. Laut dem Augenzeugenbericht auf Reddit begann die Eskalation mit dem Ausruf:
«It’s Monday night fucking golf, you in a rush? Where you gotta be?» – gefolgt von einem kräftigen Schubser.
Was dann folgte, war mehr «Happy Gilmore» als höflicher Handschlag am 18. Loch: Der Spieler im blauen Shirt schlug zurück – mehrfach. Laut Videoaufnahmen landete er mehrere Treffer, riss sich dabei sogar theatralisch das Shirt vom Leib und streckte seinen Gegner mit einem letzten Haymaker nieder.
Eine umstehende Zuschauerin versuchte noch, typisch kanadisch, deeskalierend einzuwirken: «Could we take it down a notch, please?» Doch der Wunsch verhallte ungehört im sommerlichen Abendwind von British Columbia.
Polizei, aber keine Anzeige
Die Szene endete mit einem Einsatz der Polizei, einem Spieler mit gebrochenem Kiefer, zerrissener Kleidung – und einem Flight, der nun zügig weiterspielen durfte. Strafrechtliche Konsequenzen? Keine – es wurde keine Anzeige erstattet.
Der Vorfall ging viral – als abschreckendes Beispiel und als Mahnung: Auch wenn das Spiel mal ins Stocken gerät, Geduld gehört zu den Grundtugenden des Golfspiels. Wer lieber zuschlägt als abschlägt, riskiert nicht nur seinen Ruf, sondern womöglich auch, den Sommer mit einem Strohhalm zu verbringen.
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