Jacob Bridgeman siegt, als er dachte, sein Jahr könne nicht besser werden
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Am Sonntagmittag dürfte US-Presidents-Cup-Captain Brandt Snedeker ein mulmiges Gefühl im Magen gehabt haben. Falls dem so war, dürfte sich dieses Unbehagen bis zum Abendessen wieder gelegt haben.
J.J. Spaun sprach die ganze Woche in England darüber, dass er sich übergangen fühlte. Als Nummer 17 der Welt und nach einem Sieg auf der PGA Tour in diesem Jahr war er überzeugt, genug geleistet zu haben, um in dieser Woche für Snedeker in Medinah die Farben Rot, Weiss und Blau zu tragen.
Mit zusätzlicher Motivation setzte sich Spaun bei der BMW PGA Championship in Wentworth gegen ein hochkarätiges Feld durch, zu dem auch Rory McIlroy gehörte, der den zweiten Rang teilte. Spaun sagte zudem, Snedeker habe ihn bei ihrem Telefongespräch vor einigen Wochen als den «odd man out», denjenigen, für den am Ende kein Platz mehr war, bezeichnet.
Einige Stunden später spielten in Asheville, North Carolina, zwei Männer, die Snedeker anstelle von Spaun ausgewählt hatte, Birdie um Birdie: Jacob Bridgeman und Jackson Koivun. Bridgeman gelangen acht Birdies und ein Eagle. Mit einer 61er-Runde (-10) gewann er die Biltmore Championship und feierte nach seinem Triumph beim Genesis Invitational in Riviera seinen zweiten Tour-Sieg in diesem Jahr. Koivun, der frischgebackene Profi und Sieger der 3M Open in Minnesota, kämpfte sich mit einer 65 zurück und belegte den geteilten fünften Rang.
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— PGA Tour (@PGATour) September 20, 2026
«Ich wollte einfach wieder ein wenig dieses Wettkampfgefühl bekommen», sagte der 26-jährige Bridgeman, der als Nummer 29 der Weltrangliste der bestklassierte Spieler im Feld war. «Ich hatte ein paar Wochen Pause. In dieser Zeit habe ich viel Golf gespielt und sehr viel trainiert. Ich wollte einfach wieder Wettkampfrunden spielen und sehen, wo mein Spiel steht. Und ich bin ziemlich zufrieden.»
Damit war er nicht allein. In Medinah bei Chicago wartete bereits ein ganzes Team darauf, dass er und Koivun zu ihnen stiessen. Bridgeman erledigte deshalb nach seinem Turniersieg schnell seine Verpflichtungen und Interviews, bevor die beiden in ein Flugzeug stiegen und Richtung Norden flogen.
Für Bridgeman war es ein turbulentes Jahr. Er begann die Saison als Nummer 81 der Welt und setzte sich im Vertrauen auf seine Fähigkeiten drei ambitionierte Ziele: ein Turnier gewinnen, sich für die Tour Championship in East Lake qualifizieren und im Presidents Cup spielen.
Der Sieg in dieser Woche war die Zugabe. Bridgeman lebt rund 65 Meilen südlich in Greenville, South Carolina, studierte an der Clemson University und wurde am Sonntag beim Biltmore von seinen Eltern, seiner Frau, Cousins und Freunden bei jedem Schlag verfolgt. Sie alle wurden mit einer weiteren herausragenden Vorstellung des besten Putters der Tour auf den Grüns belohnt. Über die gesamte Woche gewann Bridgeman mit dem Putter mehr als acht Schläge gegenüber dem Feld.
Mit Auftaktrunden von 66 und 67 Schlägen im The Cliffs at Walnut Cove konnte er gerade noch mit der Spitze Schritt halten, ehe ihn eine 64 in der dritten Runde bis auf wenige Schläge an die Führenden heranbrachte. Am Sonntag spielte Bridgeman auf drei der ersten vier Löcher Birdies, lochte am achten Loch einen Putt aus rund drei Metern zum Eagle und war damit endgültig im Kampf um den Sieg.
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Es gab allerdings weiterhin zahlreiche Anwärter. Neun Löcher vor Schluss lag Bridgeman gleichauf mit J.T. Poston, Ben James, Ricky Castillo und Neal Shipley. Poston war auf seiner Runde bereits weiter und hatte am letzten Loch sogar einen Putt zur 59, musste sich aber mit einer 60 begnügen. Shipley und Castillo spielten schlicht nicht genügend Birdies, um mitzuhalten. James hingegen gelangen auf den Löchern 15 bis 17 drei Birdies in Folge. Auch er spielte eine 61, lag damit aber zwei Schläge zurück und wurde alleiniger Zweiter.
«Ich habe eigentlich nicht wirklich ans Gewinnen gedacht», sagte der 23-jährige James, der kürzlich sein Studium an der University of Virginia abgeschlossen und sich über das PGA Tour University Ranking seine Tourkarte gesichert hatte. «Ich wusste, dass es wahrscheinlich eine Runde in den 50ern brauchen würde.
Trotzdem habe ich eine verdammt gute Golfrunde gespielt und freue mich darauf, diesen Schwung nach Utah mitzunehmen.»
Bridgeman legte auf den Löchern 13, 14 und 15 drei Birdies in Folge nach und übernahm damit die Kontrolle. Nach einem weiteren Birdie am 17. Loch war nur noch die Höhe seines Vorsprungs offen. Am Ende waren es zwei Schläge. Bridgeman beendete das Turnier mit insgesamt 258 Schlägen und 26 unter Par.
«Mein Ziel heute war es, einen richtig guten Start hinzulegen und dann zu sehen, wo ich stehe. Danach habe ich einfach weitergemacht», sagte er. «Nach den ersten neun hatte ich das Gefühl, genügend Boden gutgemacht zu haben. Danach war es irgendwie ein Turnier zwischen uns allen. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass ich etwas erzwingen musste.
Und ja, der Putter lief die ganze Woche einfach sehr gut. Ich habe die Linien hervorragend gesehen, unglaublich viele Birdies gemacht und einige wichtige Pars gerettet. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meinem Spiel.»
Captain Snedeker dürfte diese Botschaft gefallen.
Results Biltmore Championship Asheville
Photo by David Jensen/Getty Images