McIlroy spricht erstmals über Schläger-Kontroverse
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Im Vorfeld der RBC Canadian Open hat sich Rory McIlroy erstmals öffentlich zur Kontroverse um seinen Driver bei der PGA Championship in Quail Hollow geäussert. Der Schläger des Nordiren, ein TaylorMade Qi10, war während des Majors als nicht regelkonform eingestuft worden – ein Umstand, der ursprünglich vertraulich behandelt werden sollte, aber an die Medien durchgesickert war.
McIlroy zeigte sich verärgert über den Umgang mit der Situation. «Ich war ziemlich angepisst», sagte er. «Scotties Driver fiel am Montag durch, aber mein Name war es, der an die Öffentlichkeit gelangte. Das Ganze hätte vertraulich bleiben sollen.»
Neben McIlroy musste auch Scottie Scheffler, die Nummer 1 der Welt, seinen Driver vor der ersten Runde austauschen. Der Vorfall rund um McIlroy wurde jedoch medial öffentlich, während Schefflers Situation nicht publik wurde.
McIlroy erklärte weiter: «Ich wollte nichts sagen, das ich bereuen würde. Ich wollte Scottie schützen, TaylorMade, die USGA, die PGA of America – und mich selbst.» Er kritisierte, dass zwei Medienvertreter die Informationen trotz der Vertraulichkeit weitergegeben hätten.
Rückblickend beschrieb der Nordire die Turnierwoche in Quail Hollow als «merkwürdig». «Am ersten Tag habe ich nicht gut gespielt, wollte danach auf die Range – das war noch in Ordnung. Am zweiten Tag kamen wir spät rein, ich wollte noch meine Tochter sehen, bevor sie ins Bett ging – dann wurde das mit dem Driver publik. Am Samstag war mein Abschlag eigentlich für 8:20 Uhr geplant, tatsächlich startete ich erst gegen 14 Uhr – ich war einfach nur müde. Und am Sonntag wollte ich einfach nach Hause.»
Zum generellen Umgang von Spielern mit Medienverpflichtungen sagte McIlroy: «Ich verstehe die Verantwortung, aber es ist keine Pflicht. In unseren Regeln steht nicht, dass wir mit Medien sprechen müssen. Wenn man das verpflichtend machen will, ist das okay – aber bis dahin liegt es in unserem Ermessen.»
Er fügte hinzu: «Wir könnten theoretisch auch alles über Social Media machen. Aber wir verstehen die Rolle der Medien und die Plattform, die ihr uns gebt. Es ist eine gegenseitige Beziehung, und ich nehme sie ernst.»
Zum Abschluss sprach McIlroy über die Zeit nach seinem historischen Masters-Sieg, mit dem er den Career Grand Slam vervollständigte: «Ich weiss nicht, ob ich noch irgendetwas jage. Ich hatte ein Ziel, auf das ich lange hingearbeitet habe. Wenn du das erreichst, kann es schwierig sein, sich sofort wieder neu zu motivieren.»
Die letzten beiden Wochen habe er deshalb genutzt, um sich «neu zu sortieren» – mental und sportlich. «Ich wollte herausfinden, wo ich stehe, was ich will, wo ich spielen möchte – und ein paar Ziele neu setzen.»
Photo by Getty Images
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