Bester Start der Internationals beim Presidents Cup reicht nicht
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Nach drei Tagen hatte das International Team den Presidents Cup vor Augen – näher als je zuvor.
Drei Punkte Vorsprung. Zwölf Einzel zwischen dem Team und einem historischen Erfolg.
Dann war innerhalb eines Sonntagnachmittags alles vorbei.
Das International Team war mit einem Vorsprung von 10,5:7,5 in die Einzel gegangen – dem grössten Vorsprung nach drei Tagen in der Geschichte des Presidents Cup. Fünf Punkte aus den zwölf Partien hätten zum Gewinn des Cups gereicht.
Stattdessen gewann das US Team die Session mit 9,5:2,5. Dem International Team blieb damit die Erkenntnis, seine bisher beste Chance auf einen Presidents-Cup-Sieg auf amerikanischem Boden verpasst zu haben.
«Es war einfach einer dieser Tage. Es fühlte sich über einen grossen Teil des Tages so an, als würde alles auf Messers Schneide stehen», sagte Captain Geoff Ogilvy. «Wenn du im richtigen Moment ein paar Putts lochst und zur richtigen Zeit etwas mehr Gelb auf das Leaderboard bringst, bleiben die Dynamik und die Zuschauer vielleicht etwas länger draussen. In den letzten Stunden ist es uns dann einfach langsam entglitten.»
Die Enttäuschung war offensichtlich. Der Stolz ebenso.
Das International Team hatte während der gesamten Woche auf die wechselnde Dynamik reagiert und immer wieder Wege gefunden, seinen Vorsprung auszubauen und sich für den Sonntag die Chance auf einen historischen Erfolg zu erarbeiten.
«Ziemlich enttäuscht, aber gleichzeitig ziemlich beeindruckt von dieser Gruppe», sagte Ogilvy. «Sie haben sich diese Woche voll darauf eingelassen. Jeder hat seinen Beitrag geleistet. Die Stimmung im Team ist grossartig. Die Energie ist unglaublich. Sie sind alle enorm motiviert, 2028 zurückzukommen und es wieder zu versuchen. Wir haben alles gegeben. Wir waren fast da, aber natürlich ist die Enttäuschung gross.»
Auf die Frage, was das Team aus dieser Woche mitnehmen könne, kam Ogilvy auf diesen Gedanken zurück.
«Wir werden es weiter versuchen», sagte Ogilvy. «Es ist schwierig, das US Team in den Einzeln in den USA zu schlagen. Wir haben es ziemlich gut versucht.»
Für Adam Scott, der inzwischen zwölf Presidents Cups bestritten hat, ohne je Teil eines siegreichen International Teams gewesen zu sein, war der Sonntag eine weitere Erinnerung daran, wie schwierig dieses Umfeld ist.
«Die Woche hat sich wirklich gut entwickelt aber heute hatten wir einen schwierigen Tag», sagte Scott. «Nach meinen Erfahrungen wird das Umfeld definitiv immer schwieriger, und dieses hier war besonders schwierig. Es gibt keine Ausreden, aber wir müssen daraus lernen und darauf vorbereitet sein.»
Scott sieht dennoch vieles, worauf das Team aufbauen kann.
«Wenn ich die Gruppe als Ganzes betrachte, werden all diese Jungs in zwei Jahren deutlich bessere Spieler sein», sagte Scott. «Deshalb gefällt mir die Entwicklung des International Teams.»
Damit bleiben dem International Team zwei Jahre, um die Enttäuschung vom Sonntag in Erfahrung umzuwandeln.
Ogilvy forderte seine Spieler dazu auf, sich daran zu erinnern, was sie unter dem Druck des Presidents Cup geleistet hatten, statt die gesamte Woche vom Endresultat bestimmen zu lassen.
«Sie sollen stolz auf sich sein», sagte Ogilvy auf die Frage, was seine Spieler aus dieser Woche mitnehmen sollten. «Ich habe diese Woche unglaubliches Golf unter Druck gesehen. Besonders gestern entwickelte sich die Dynamik auf den ersten neun Löchern der ersten Session komplett in die falsche Richtung, und wir haben es gedreht und noch etwas aus dieser Session herausgeholt. Dasselbe am Nachmittag: Wir haben es gedreht und etwas aus dieser Session mitgenommen.»
Er verwies zudem auf den besonderen Druck eines Teamwettbewerbs, den viele der jüngeren Spieler des International Teams zum ersten Mal erlebten.
«Nehmt die positiven Dinge aus all den grossartigen Schlägen und den gewonnenen Punkten mit und nutzt sie für eure Karriere», sagte Ogilvy. «Kopf hoch und sagen: ‹2028 will ich wieder in diesem International Team stehen, und ich will dieses Turnier gewinnen.›»
Scott könnte derweil 2028 eine andere Rolle im International Team übernehmen. Auf die Frage, ob er in Australien gerne noch einmal spielen oder möglicherweise als Captain dabei sein würde, zögerte Scott zunächst.
«Ich weiss es nicht. Das ist noch weit weg. Klingt nach ziemlich viel Arbeit», sagte Scott ausweichend, bevor er doch noch eine klarere Antwort gab.
«Wir werden sehen. Wenn ich in irgendeiner Form etwas zu diesem Team beitragen kann, werde ich alles für dieses Team tun.»
Vorerst bleibt dem International Team der schwierigste Teil nach einem knapp verpassten Erfolg: zu wissen, wie nahe es tatsächlich dran war.
Ogilvy sagte: «Wir kommen näher, und wenn wir dieses Ding knacken, wird es richtig gut.»
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Photo by Michael Reaves/Getty Images
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