Staan Open 2026: Gilardi gewinnt im Stechen
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Der Bündner Mauro Gilardi erreicht bei der Staan Open 2026 gemeinsam mit Dario Antonisse ein Gesamtergebnis von 18 unter Par. Im Stechen behält der Schweizer die Oberhand und sichert sich seinen zweiten Titel auf der Pro Golf Tour. Rang drei geht an Gilardis Landsmann Nicola Gerhardsen dank einer sensationellen 62er Schlussrunde.
Ein langer Tag bei der Staan Open 2026 in den Niederlanden endete mit einem kurzen Playoff und einem überwältigten Sieger. Mauro Gilardi spielte auf der Golfbaan Westwoud Runden von 66, 64 und 65 Schlägen und lag damit bei 18 unter Par schlaggleich mit Dario Antonisse, dem Leader in der Jahreswertung der Pro Golf Tour. Der Start der Finalrunde hatte sich wegen starkem Regen und Gewitter um mehr als drei Stunden verzögert. Für Antonisse stand ein richtungsweisendes Stechen auf heimischem Boden an, denn mit seinem dritten Saisonsieg hätte er den Aufstieg frühzeitig perfekt machen können. Gilardi wiederum sah dies als Vorteil und spürte weniger Druck im direkten Aufeinandertreffen mit dem Lokalmatador.
Während Gilardi seinen Drei-Meter-Putt zum Birdie am ersten Extraloch versenkte, verschob Antonisse seinen kürzeren Putt zum Teilen. Damit feierte Gilardi seinen ersten Saisonsieg und den zweiten Titel seiner Karriere auf der Pro Golf Tour.
Froh über Pause
«Ganz ehrlich: Ich war fast ein bisschen froh darüber», sagte Gilardi über den wetterbedingten Spätstart. So konnte er noch «ein, zwei Nickerchen» machen und etwas ausgeschlafener zur Finalrunde antreten. Die zusätzliche Erholung hatte ihm offensichtlich gut getan. Gilardi ging in der vorletzten Gruppe auf den Platz und spielte früh drei Birdies. Das einzige Bogey des Tages unterlief ihm an Loch 8, welches er jedoch mit einem Eagle an Loch 11 wieder wettmachen konnte. «Mein Ziel war heute einfach, geduldig zu bleiben, mein Spiel bis zum Schluss durchzuziehen und dann zu schauen, wofür es reicht.» Weitere Birdies auf den Löchern 15 und 16 reichten, um sich für das Playoff mit Antonisse zu qualifizieren, der seinerseits in der letzten Gruppe mit einem Birdie auf der 18 mit Gilardi gleichzog.
Gerhardsen mit Traumrunde
Bei der Staan Open wäre es beinahe zu einem Schweizer Doppelsieg gekommen. Dank einer sensationellen Schlussrunde von 62 Schlägen (-9) mit neun Birdies und neun Pars verpasste Nicola Gerhardsen das Playoff nur um einen Schlag. Mit dem dritten Platz erzielte der Spieler aus Breitenloo dennoch das beste Ergebnis seiner Karriere auf der Pro Golf Tour. Schon am zweiten Tag gelang ihm mit 65 Schlägen (trotz einem Doppelbogey) eine starke Leistung.
Gerhardsen wartet damit weiterhin auf seinen ersten Sieg als Profi. Neben Mauro Gilardi konnten in diesem Sommer auch Fiorino Clerici und Loïc Naas einen Sieg auf der Pro Golf Tour feiern. Naas verpasste bei der Staan Open die Top 10 knapp, nachdem er mit einer 63er Auftaktrunde noch auf Platz zwei gelegen war.
In der Order of Merit verbessert sich Mauro Gilardi auf den zweiten Rang. Die fünf besten Spieler der Pro Golf Tour am Ende der Saison steigen auf die HotelPlanner Tour auf. Loïc Naas (20.), Nicola Gerhardsen (22.) und Fiorino Clerici (26.) folgen in der Jahreswertung auf den weitere Rängen.
«Es ist noch nicht vorbei»
Zwar war es Gilardis erster Sieg in dieser Saison, doch spielt der 26-Jährige bereits das gesamte Jahr ein sehr konstantes Golf. Dank drei Top-Drei-Platzierungen ging er als Fünfter der Order of Merit in die Staan Open. «Es hat aber noch nie in einer Woche wirklich alles komplett zusammengepasst», so Gilardis Einschätzung. «Das kann ich auch für diese Woche nicht unbedingt sagen – im Golf passt wahrscheinlich nie alles zusammen.» Dennoch reichte es für den Titel und den Sprung auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Er sei «überwältigt» von seinem Erfolg, wolle sich aber noch nicht zu früh freuen. «Es ist noch nicht vorbei. Ich hoffe natürlich, dass es jetzt schon reicht, aber ich weiss auch, dass noch fünf Turniere inklusive des Finals ausstehen.»
Die Staan Open war das erste von drei Events des Dutch Swings, der auch im vierten Jahr in Folge eine Besonderheit bereithält. Der Gewinner der internen Sonderwertung erhält einen Startplatz bei der KLM Open 2027 – für Gilardi ein neues, motivierendes Zwischenziel nach seinem Sieg in Westwoud. Als zweite Station der Turnierserie steht vom 19. bis 21. August die Mono Gelpenberg Open auf dem Programm.
In der Order of Merit bleibt Antonisse an der Spitze, Gilardi ist sein erster Verfolger. Position drei belegt der Belgier Kristof Ulenaers vor den Deutschen Philipp Macionga und Nicolas Horder.
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