Patrick-Reed-Ryder-Cup
News ➝ Ryder Cup  ·  2025-06-26 08:00:19

Patrick Reed – Alles-oder-Nichts für den Ryder Cup

Patrick Reed weiss, dass es für eine Rückkehr ins US-Ryder-Cup-Team nur noch eine einzige realistische Chance gibt – ein absolutes Topergebnis bei der Open Championship im Juli in Royal Portrush. «Es wird auf diese eine Woche ankommen», sagte der frühere Masters-Champion gegenüber US-Medien. «Wenn ich dort um den Sieg mitspielen kann, dann ist vielleicht noch etwas möglich.»

Reed ist längst nicht mehr Teil des inneren Zirkels im amerikanischen Ryder-Cup-Kader. Der 33-Jährige, der einst als «Captain America» gefeiert wurde, liegt aktuell nur auf Rang 33 der US-Rangliste – und ist somit weit entfernt von einer automatischen Qualifikation. Sein Wechsel zur LIV Golf League hat ihm wichtige Weltranglistenpunkte gekostet, zudem wartet er noch immer auf seinen ersten Einzelsieg seit dem Wechsel zur umstrittenen Liga. Immerhin: Beim Masters 2025 wurde er starker Dritter, bei der US Open teilte er Rang 23. Für den Ryder Cup allerdings zählt nur ein Signal – und das soll in Portrush gesendet werden.

Ryder Cup bleibt das grosse Ziel

«Jedes Mal, wenn ich unser Land vertreten darf, bedeutet mir das unglaublich viel», sagt Reed. «Ich denke ständig daran, wie ich es in jedes Team schaffen kann.» Seine Bilanz im Ryder Cup ist beeindruckend: 7 Siege, 3 Niederlagen, 2 geteilte Matches – und alle drei Einzelduelle hat er gewonnen. Doch seine letzte Teilnahme liegt inzwischen sechs Jahre zurück.

Seine Qualifikation für die Open Championship hat Reed sich über einen Sieg bei der Asian Tour (International Series Macau) im März gesichert. Doch das allein genügt nicht: «Es sieht ganz danach aus, dass ich nur durch eine Wildcard ins Team komme – es sei denn, ich gewinne die Open», so Reed offen. «Deshalb konzentriere ich mich komplett auf diese Woche. Ich werde alles geben.»

Klare Worte zur Captain-Frage um Keegan Bradley

Der neue US-Kapitän Keegan Bradley, der selbst jüngst die Travelers Championship gewann, ist ebenfalls ein Thema. Die Spekulationen, er könnte als erster Playing Captain seit Arnold Palmer (1963) antreten, reissen nicht ab. Für Reed wäre das kein Problem – im Gegenteil.

«Wenn ich er wäre und das Gefühl hätte, zu den besten zwölf zu gehören, dann würde ich definitiv spielen», sagte Reed. «Die Aufgabe eines Captains ist es, die beste Mannschaft aufzustellen – egal, wer dazugehört. Wenn Keegan weiterhin so stark auftritt, auf Sieg spielt und am Sonntag dabei ist, dann ist er einer von denen, die ins Team müssen. Und dafür gibt es Vizecaptains – die übernehmen, wenn der Captain selbst spielt.»

Ob Reed selbst diese Bühne nochmals betreten darf, entscheidet sich wohl in Portrush. Ein Topresultat dort – und Captain Bradley müsste sich ernsthaft Gedanken machen.