Die besten Profi-Golferinnen Europas spielen vom Freitag bis Sonntag um ein Preisgeld von insgesamt 300'000 Euro. Dies sind die Schweizer Hoffnungsträger beim Jubiläumsturnier im Migros Golfpark Holzhäusern.
News ➝ Golf Suisse  ·  2024-06-26 17:47:29  ·  Stefan Waldvogel

Die Hoffnungsträgerinnen beim 5. Swiss Ladies Open in Holzhäusern

Die besten Profi-Golferinnen Europas spielen vom Freitag bis Sonntag um ein Preisgeld von insgesamt 300'000 Euro. Dies sind die Schweizer Hoffnungsträgerinnen beim Jubiläumsturnier im Migros Golfpark Holzhäusern.

Unter anderem wegen den Olympischen Spielen in Paris findet die VP Bank Swiss Ladies Open nicht wie bisher im September statt, sondern startet schon diesen Freitag. Amy Boulden aus Wales (2020), die Thailänderin Atthaya Thitikul (2021), Liz Young aus England (2022) und die Deutsche Alexandra Försterling waren die letzten vier Siegerinnen. Zum kleinen Jubiläum würde der erste Schweizer Sieg passen. 

Die Westschweizerin Kim Métraux kam 2020 und 2021 in die Top 3, die Zugerin Elena Moosmann schaffte es vor drei Jahren ebenfalls aufs Podest, damals noch als Amateurin. 

Klar freut sich die 22-Jährige auf das Heimspiel, auch wenn die letzte Ausgabe für sie nach einem enttäuschenden Start frühzeitig beendet war. «Es ist jedes Jahr wieder wunderschön, und etwas Spezielles vor der Haustür dieses Turnier spielen zu dürfen», sagt Moosmann, welche auf möglichst viel Unterstützung durchs Schweizer Publikum hofft. 

Nach bisher 12 gespielten Turnieren auf der Ladies European Tour liegt die Proette vom Golfclub Ennetsee auf Platz 39 in der Jahresrangliste. Damit kann sie bereits die nächste Saison auf der europäischen Profitour planen. 

Historischer Schweizer Doppelsieg

Zwei Schweizerinnen sind noch besser in die LET-Saison gestartet. So hat beispielsweise die Ostschweizerin Chiara Tamburlini in ihrem ersten Profijahr im April in Südafrika überlegen gewonnen. Nur einen Monat später gab es in Frankreich einen historischen Schweizer Doppelsieg, als Morgane Métraux vor Chiara Tamburlini den Titel bei der Jabra Ladies Open erkämpfte. 

Die jüngere der Métraux-Schwestern spielt üblicherweise auf der höher dotierten amerikanischen LPGA Tour und hat sich so auch für die olympischen Spiele in Paris qualifiziert. 

Kim Métraux hatte ihre Schwester bei den Spielen in Tokio 2021 «ersetzt», wartet aber weiter auf Spitzenresultate auf der Ladies European Tour. Ein neunter Platz Ende April in Südafrika ist aktuell ihr bestes Saisonresultat. Als vierte Schweizerin spielt die Baslerin 

Tiffany Arafi spielt regelmässig auf dieser Stufe, in ihrer ersten Saison als Proette kam sie bisher einmal unter die Top-15. 

Zusätzlich haben sieben junge Amateurinnen von den Organisatoren oder von Swiss Golf eine Wildcard erhalten, unter ihnen Sarah Uebelhart (Golfclub Ennetsee) oder Yana Beeli (Sempachersee). Von den Zentralschweizer Juniorinnen dürfte man vor einer ungewohnten Zuschauerkulisse samt TV-Kameras, nicht allzu viel erwarten. So ruhen die grössten Schweizer Hoffnungen beim einzigen Heimspiel auf dieser Stufe in erster Linie auf Chiara Tamburlini und Elena Moosmann. 

Eintritt gratis

Insgesamt 132 Spielerinnen aus 33 Nationen werden am Zugersee zum dreitägigen Turnier der Swiss Ladies Open abschlagen. Nach zwei Runden qualifizieren sich die besten 60 für den Final vom Sonntag, nur sie spielen um das Preisgeld von insgesamt 300 000 Dollar. Interessantes Detail: Das VP Bank Swiss Ladies Open ist in diesem Jahr das erste LET-Turnier in Kontinentaleuropa, das als GEO Certified® Turnier ausgezeichnet wurde und damit seine Vorreiterrolle und sein Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz unter Beweis stellt.

Der Eintritt ist an allen drei Tagen gratis.

Bild: Tristan Jones / Let