Tiger Woods of the United States putter is seen on the eighth green during the second round of the 2024 Masters Tournament at Augusta National Golf Club
News ➝ The Masters  ·  2025-04-08 09:40:12  ·  Tom Page

Augustas Greens – Perfektion bis ins Detail

Der Augusta National Golf Club gilt als Inbegriff makelloser Platzpflege – besonders während des Masters-Turniers.

Die Fairways werden millimetergenau geschnitten, belüftet und durch ein Sub-Air-System unterirdisch entwässert, das die Bodenfeuchtigkeit in Echtzeit reguliert. Die legendären, extrem schnellen Bentgrass-Grüns werden täglich gewalzt, um eine gleichmässige Ballrolle zu garantieren – so präzise, dass selbst ein halber Putt millimetergenau verfolgt werden kann.

Die Bunker sind mit strahlend weissem Spruce-Pine-Sand gefüllt – einem seltenen, fast blendenden Material aus Florida –, das Augusta sein charakteristisches Bild verleiht. Rundherum blühen Azaleen, Hartriegel und Magnolien – jede Pflanze exakt platziert, jeder Baum gepflegt wie ein Museumsstück. Augusta ist nicht nur ein Golfplatz – es ist ein botanisches Meisterwerk mit Golfgeschichte in jedem Grashalm.

Das Masters beginnt in diesem Jahr am Donnerstag, 10. April und endet traditionell mit dem feierlichen Einzug des Siegers auf das 18. Fairway am Sonntag, 13. April.

Pitchmarken ausbessern – Etikette, Regelwerk und Konsequenzen

Das Ausbessern von Pitchmarken gehört zu den Grundpfeilern golferischer Etikette. Es schützt die sensiblen Grüns und sichert faire Bedingungen für alle. Gerade auf einem Weltklasseplatz wie Augusta ist diese Sorgfalt selbstverständlich – und auch reglementarisch genau definiert.

Auf dem Grün dürfen alle Schäden ausgebessert werden: Pitchmarken, Spikemarken oder auch Spuren von Tieren. Dies ist erlaubt, unabhängig davon, ob der eigene Ball bereits auf dem Grün liegt oder nicht.

Tiger Woods of the United States putter is seen on the eighth green during the second round of the 2024 Masters Tournament at Augusta National Golf Club

Anders ausserhalb des Grüns: Hier ist das Ausbessern von Schäden nicht erlaubt, wenn dadurch die eigene Spiellinie verbessert wird – etwa das Niederdrücken eines Divots oder das Entfernen loser Naturstoffe entlang der Linie. Wer gegen diese Regel verstösst, erhält die allgemeine Strafe: zwei Strafschläge im Zählspiel oder Lochverlust im Matchplay.

Ein kleines, aber entscheidendes Hilfsmittel ist die Pitchgabel – ein Werkzeug, das jeder Golfer mitführen sollte. Richtig angewendet, wird der Boden sanft zur Mitte gedrückt, ohne die Wurzelstruktur zu beschädigen. Gerade bei Profiturnieren oder Mannschaftswettkämpfen ist das ein Zeichen von Respekt – gegenüber dem Platz, dem Gegner und dem Spiel.

Photo by Andrew Redington/Getty Images