Justin Thomas zerlegt Harbour Town – Scottie Scheffler lauert
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Justin Thomas gab unumwunden zu: Beim Masters in der Vorwoche hatte er schlicht nicht gut gespielt. Die Nummer 8 der Weltrangliste wurde vor allem durch eine 76er-Runde am Samstag aus der Bahn geworfen – am Ende blieb ihm nur ein geteilter 36. Platz.
Nach ein paar Tagen der Regeneration und gezielten Arbeit präsentierte sich Thomas am Donnerstag beim Auftakt der RBC Heritage wie ausgewechselt: Mit einer 10 unter Par (61) stellte er den Platzrekord von Harbour Town ein und übernahm die alleinige Führung. Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats gelangen ihm elf Birdies in einer Runde – zuletzt bei seiner 62er-Runde während der zweiten Runde der Players Championship.
Scottie Scheffler, der RBC-Champion von 2024, sowie Russell Henley folgen drei Schläge zurück auf dem geteilten zweiten Platz (64).
«Ich habe das Gefühl, dass ich nichts Verrücktes gemacht habe», sagte Thomas nach seiner Runde. «Ich habe den Ball gut getroffen – was hier enorm wichtig ist – und hatte einfach viele Distanzen, bei denen ich Vollschwung spielen konnte. Obwohl man auf diesem Platz oft eher konservativ agieren muss, hatte ich heute das Gefühl, die Fahnen mutiger anspielen zu können. Und dann kam einfach eins zum anderen.»
Zur rekordverdächtigen Runde gehörte sogar ein Bogey: Nach sechs Birdies auf den ersten neun Löchern (30 Schläge) leistete sich Thomas an der 10 ein Schlagverlust, ehe er von Loch 12 bis 17 fünf weitere Birdies nachlegte. Sein persönliches Highlight: ein Eisen 8 aus 182 Metern an die Fahne der 18 – weniger als zwei Meter zum Loch. Doch den Birdie-Putt zum alleinigen Platzrekord konnte er nicht verwandeln.
«Ich wünschte, wir würden mehr auf solchen Plätzen spielen», fügte Thomas hinzu. «Mehr Architekten sollten solche Designs wagen. Dieser Platz besteht den Test der Zeit. Wenn das Wetter so bleibt und Fairways sowie Grüns noch fester werden, dann wird Harbour Town am Wochenende richtig anspruchsvoll – und genau so wollen wir es doch.»
Auch Scottie Scheffler wusste zum Auftakt zu überzeugen. Im Vorjahr kam er direkt nach seinem zweiten Masters-Sieg nach Hilton Head und dominierte das Turnier mit einer 63 in Runde drei. Diesmal eröffnete er mit sechs Birdies auf den ersten zehn Löchern, brachte danach aber nur noch einen weiteren Schlaggewinn auf die Scorekarte.
Auf die Frage, ob sich seine 64 leicht angefühlt habe, antwortete Scheffler differenziert: «Leicht würde ich nicht sagen – aber definitiv deutlich weniger stressig. Im Vergleich zur letzten Woche musste ich heute nicht so viel retten, sondern war konstant in guter Position. Ich habe viele gute Eisenschläge gemacht und mir früh Selbstvertrauen geholt. Insgesamt ein ziemlich entspannter Golftag.»
Photo by Andrew Redington/Getty Images
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