Rory McIlroy zeigt sich offen für Rückkehr von LIV-Golfern zur PGA Tour
News ➝ PGA / LIV  ·  2026-01-03 09:53:08  ·  Tom Page

Rory McIlroy zeigt sich offen für Rückkehr von LIV-Golfern zur PGA Tour

Rory McIlroy wäre bereit, ehemalige LIV-Golfer wieder auf der PGA Tour willkommen zu heissen – denn sie hätten die Konsequenzen ihres Wechsels bereits getragen.

Das erklärte der Masters-Champion im Podcast «Stick To Football» von The Overlap.

McIlroy betonte, dass Rückkehrer wie Jon Rahm oder Bryson DeChambeau die US-Tour sportlich stärken würden. Der Kommentar kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Brooks Koepka LIV Golf bereits verlassen hat und auch DeChambeaus Zukunft in der saudisch unterstützten Liga ungewiss ist.

«Ich denke, sie haben ihre Konsequenzen bereits getragen», sagte McIlroy. «Sie haben das Geld gemacht, aber sie haben auch ihren Ruf und einiges andere verloren, indem sie übergetreten sind.»

Er fügte hinzu: «Wenn es die Tour insgesamt stärker machen würde, Bryson und andere zurückzuholen, wäre ich einverstanden. Aber ich verstehe, dass nicht alle in meiner Position sind. Letztlich müssten die Mitglieder der PGA Tour das gemeinsam entscheiden.»

Gerade dieser Umstand lasse eine Wiedervereinigung der beiden Lager laut McIlroy unwahrscheinlich erscheinen: «Ich habe es versucht. Ich war im Vorstand der PGA Tour. Aber die Tour ist eine Mitgliederorganisation – die Spieler haben das letzte Wort. Wenn die Tour-Führung etwas beschliesst, das den Spielern schadet, wird es nicht durchkommen.»

McIlroy weiter: «Als die PGA Tour 1968 als Mitgliederorganisation gegründet wurde, war das eine gute Sache. Aber damals konnte niemand ahnen, dass wir einmal in eine solche Situation geraten würden.»

Die fehlende Kommunikation mit Saudi-Arabien habe laut McIlroy zu Spannungen geführt: «Ich glaube, sie fühlten sich nicht ernst genommen und haben sich dann verschanzt. Das hat sich zwar etwas gelegt, aber eine Lösung ist weiter schwer vorstellbar.»

Trotz aller Probleme erkennt der Nordire auch eine positive Entwicklung: «Die vier Majors und der Ryder Cup haben durch die Spaltung sogar an Bedeutung gewonnen – weil man nur noch vier- bis fünfmal pro Jahr alle Topspieler zusammen sieht.»

Doch das reiche nicht: «Für die Relevanz des Golfsports brauchen wir mehr Events, bei denen alle Besten gemeinsam antreten.»

Abschliessend äusserte McIlroy scharfe Kritik an LIV Golf und erklärte, warum das Format seiner Meinung nach bei den Fans nicht ankommt: «Vielleicht bin ich einfach zu sehr Traditionalist, aber LIV hat für mich einfach nichts. Sie wollten anders sein – sind es aber nicht.»

Besonders irritiere ihn der Strategiewechsel von 54 auf 72 Löcher: «Jetzt machen sie das gleiche wie alle anderen – was ist also wirklich anders, ausser dem Geld?»

Photo by The Overlap