The Hammer – so funktioniert das taktische Element in der TGL
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Ein zentrales taktisches Element im Spielbetrieb der TGL ist «The Hammer». Dieses Instrument steht den Teams in jedem Match zur Verfügung und kann den Ausgang einzelner Löcher entscheidend beeinflussen.
Grundsätzlich treten in der TGL zwei Teams mit je drei Golfern aus einem Vierer-Kader gegeneinander an. Gespielt wird über 15 Löcher in zweistündigen Matches zur Prime Time. Die langen Schläge erfolgen in eine riesige Leinwand im hochmodernen SoFi Center in Florida, danach wird jedes Loch im adaptiven Kurzspielbereich beendet.
Die ersten neun Löcher werden im Alternate-Shot-Format gespielt, die letzten sechs als Einzelduelle, wobei jeder Spieler zwei Löcher absolviert. Jedes Loch zählt einen Punkt. Es gibt weder halbe Punkte noch Zusatzpunkte bei geteilten Löchern. Das siegreiche Team erhält zwei Punkte für die Saisonwertung, bei einer Niederlage in der Verlängerung gibt es einen Punkt – vergleichbar mit dem Modus der NHL.
Nach der regulären Saison qualifizieren sich die vier punktbesten Teams für die Playoffs, wo der Gewinn des SoFi Cup ausgespielt wird.
Zusätzliche taktische Tiefe bringt unter anderem die Shot Clock. Nach deren Aktivierung haben Spieler 40 Sekunden für ihren Schlag, andernfalls folgt ein Strafschlag. Jedes Team verfügt über vier Timeouts, zwei pro Session, die auch genutzt werden können, um den Gegner bewusst warten zu lassen. Der Referee überwacht die Shot Clock, pfeift Timeouts und setzt die Golfregeln durch.
The Hammer in der Praxis
Das taktisch auffälligste Element ist jedoch «The Hammer». Er erlaubt es den Teams, den Wert eines Lochs zu erhöhen, etwa bei einem gefühlten Vorteil oder in Situationen, in denen dringend Punkte benötigt werden. The Hammer ist eine leuchtend gelbe Stoffflagge, optisch vergleichbar mit jenen der NFL-Schiedsrichter.
Jedes Team kann The Hammer dreimal pro Match einsetzen. Er darf zu jedem Zeitpunkt eines Lochs geworfen werden, jedoch nur einmal pro Team und Loch. Beide Teams können ihn auf demselben Loch spielen, der maximale Lochwert beträgt dabei drei Punkte.
Wird The Hammer vor Beginn eines Lochs eingesetzt, muss er akzeptiert werden und der Lochwert steigt automatisch. Erfolgt der Einsatz nach dem Abschlag, kann das gegnerische Team ablehnen, verliert in diesem Fall jedoch das Loch automatisch.
Nach den ersten Spielen der Premieren-Saison wurden die Regeln angepasst, nachdem es zuvor zu sogenanntem «Hammer-Hoarding» gekommen war. Führende Teams verzichteten bewusst auf den Einsatz, da der Hammer nach der Nutzung automatisch an den Gegner überging. In zwei der ersten fünf Matches kam er gar nicht zum Einsatz.
Mit der Regeländerung wollten die Verantwortlichen spannendere und engere Duelle schaffen. In den zweistündigen Matches, die wöchentlich live auf ESPN übertragen werden, zeigt sich seither, dass The Hammer deutlich häufiger und offensiver genutzt wird.
Photo by Brennan Asplen/TGL/TGL Golf via Getty Images
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