Rory McIlroy of Northern Ireland looks on during the final round of the PGA Championship at Quail Hollow Country Club North Carolina
News ➝ Ryder Cup  ·  2026-01-21 18:04:54  ·  Tom Page

McIlroy fordert Entscheidung von Rahm und Hatton

Rory McIlroy sieht Jon Rahm und Tyrrell Hatton in der Pflicht, eine klare Entscheidung über ihre Ryder-Cup-Zukunft zu treffen.

 Nach Ansicht des Weltranglistenzweiten haben die beiden LIV-Golf-Spieler nun die Möglichkeit zu zeigen, welchen Stellenwert der Ryder Cup für Team Europa tatsächlich hat – indem sie ihre offenen Geldstrafen gegenüber der DP World Tour begleichen.

Der Ryder Cup 2025 war aus europäischer Sicht ein historischer Erfolg. In Bethpage Black führte Luke Donald sein Team zum ersten Auswärtssieg seit 13 Jahren. Doch kaum war der Jubel in New York verklungen, rückte ein anderes Thema wieder in den Fokus: das laufende Berufungsverfahren rund um Rahm und Hatton.

Beide hatten vor der Saison 2024 den Wechsel zu LIV Golf vollzogen und wurden daraufhin von ihrer Heimtour mit Geldstrafen und einer Suspendierung belegt – gestützt auf die Regel zu «conflicting events». Sollten die Sanktionen nicht beglichen werden, drohen beiden der Verlust der DP-World-Tour-Mitgliedschaft und damit auch die Ryder-Cup-Berechtigung.

Um im vergangenen September in New York antreten zu können, legten Rahm und Hatton erfolgreich Einspruch ein. Mit dem Ryder Cup nun Geschichte, rückt jedoch die Zukunft in den Vordergrund. Wenn die beiden 2027 beim Ryder Cup im irischen Adare Manor abschlagen wollen, müssen sie ihre offenen Strafen begleichen.

In Bethpage Black hatte sich ein Grossteil der Diskussionen um die Tatsache gedreht, dass Spieler des US-Teams erstmals für ihre Ryder-Cup-Teilnahme entlohnt wurden. Aus dem europäischen Lager kam hingegen ein klares Gegenzeichen: Mehrere Spieler erklärten offen, sie würden sogar bezahlen, um Teil dieses Wettbewerbs zu sein.

Genau hier setzt McIlroy an. Am Rande des Hero Dubai Desert Classic wurde er gefragt, ob es nicht einfacher wäre, wenn Rahm und Hatton ihre Geldstrafen begleichen würden, um den Streit zu beenden. Seine Antwort fiel eindeutig aus: «Ja, absolut. Das ist meine Meinung. Wir haben die Amerikaner stark dafür kritisiert, dass sie fürs Spielen im Ryder Cup bezahlt werden. Gleichzeitig haben wir gesagt, dass wir selbst bereit wären zu zahlen, um zu spielen. Es gibt zwei Spieler, die das beweisen können. Grossartig.»

Auf Seiten von LIV Golf wurde die Sanktionierung für das Antreten auf der Breakaway-Tour wiederholt kritisiert. McIlroy zeigt dafür jedoch wenig Verständnis. «Jede Organisation, insbesondere eine Mitgliederorganisation, hat das Recht, ihre Regeln und Vorschriften durchzusetzen», erklärte der fünffache Major-Sieger. «Die DP World Tour tut genau das. Wir unterschreiben als Mitglieder jedes Jahr ein Dokument, in dem wir diesen Regeln zustimmen. Diejenigen, die sich für LIV entschieden haben, wussten genau, worauf sie sich einlassen. Deshalb sehe ich persönlich kein Problem darin.»

Die Botschaft ist klar: Für McIlroy liegt der Ball nun bei Rahm und Hatton – sportlich wie symbolisch.