Der Schotte, der bereits vor der ersten Runde mit einem Rückzug geliebäugelt haben soll, sorgte beim ersten Major des Jahres für Schlagzeilen. Nach einer frustrierenden Auftaktrunde von 80 Schlägen (+8) wurde er nicht nur wegen sichtbarer Emotionen verwarnt, sondern auch dabei beobachtet, wie er nach zwei Bällen im Wasser am 15. Loch den Mittelfinger in Richtung Grün zeigte.
News ➝ PGA Tour  ·  2026-04-17 19:41:13  ·  Tom Page

Robert MacIntyre spricht nach Masters-Eklat – starker Start als Antwort

Eine Woche nach seinem emotionalen Tiefpunkt beim Masters hat sich Robert MacIntyre erstmals ausführlich zu seinem Auftritt in Augusta geäussert – und gleichzeitig sportlich ein deutliches Zeichen gesetzt.

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Nun richtet sich der Fokus wieder auf den Sport: Beim RBC Heritage meldet sich der 29-Jährige eindrücklich zurück. Mit einer starken 66er-Runde (-5) zum Auftakt verschaffte sich der Spieler aus Oban eine hervorragende Ausgangslage – und nutzte die Gelegenheit, um über die Ereignisse der Vorwoche zu sprechen.

«Nach letzter Woche, die enttäuschend war, habe ich versucht, so viel wie möglich hinter mir zu lassen», erklärte MacIntyre im Gespräch mit Nick Dougherty von Sky Sports Golf. «Ich habe mich wohl gefühlt auf dem Platz und mein Spiel ist in guter Verfassung.»

Vor allem vom Abschlag zeigte sich der Schotte überzeugt: aggressiv, präzise und mit vielen guten Birdie-Chancen als Resultat. Dennoch sah er auch Verbesserungspotenzial, insbesondere im mittleren Teil der Runde, wo er zu wenig Risiken eingegangen sei.

Gleichzeitig zeigte sich MacIntyre selbstkritisch im Umgang mit seinen Emotionen. «Ich weiss, dass mein Verhalten nicht ideal war», sagte er. «Ich trage mein Herz auf der Zunge und arbeite daran, meine Emotionen besser zu kontrollieren.»

Unterstützung erhält er dabei aus seinem privaten Umfeld sowie von einem Mentalcoach in seiner Heimat. Kritik von aussen lässt ihn hingegen kalt: Entscheidend seien für ihn die Meinungen von Familie, Freunden und seinem Team.

«Einige mögen es, andere nicht. Aber am Ende ist es mein Job, und ich versuche hier draussen einfach, so gut wie möglich zu spielen», so MacIntyre.

Nach einer turbulenten Masters-Woche scheint der Schotte sportlich wie mental wieder auf Kurs – und liefert auf dem Platz die passende Antwort.

Photo by Andrew Redington/Getty Images