Ein ungewöhnliches Duell liefert derzeit spannenden Stoff für Golfer: Rory McIlroy und Tommy Fleetwood spielten in einem Video von TaylorMade ein Drei-Loch-Match – mit vertauschten Bags.
News ➝ YouTube  ·  2026-04-19 07:31:38  ·  Tony Martin

McIlroy vs. Fleetwood – Match mit vertauschten Bags

Ein ungewöhnliches Duell liefert derzeit spannenden Stoff für Golfer: Rory McIlroy und Tommy Fleetwood spielten in einem Video von TaylorMade einen Drei-Loch-Match – mit vertauschten Bags.

Was auf den ersten Blick wie ein unterhaltsames Format wirkt, offenbart bei genauerem Hinsehen spannende technische Erkenntnisse. Denn selbst Weltklassespieler geraten ins Grübeln, wenn sie plötzlich mit fremdem Material agieren müssen.

Auffällig wird vor allem, wie individuell auf den Spieler abgestimmt modernes Equipment ist. Unterschiede bei Schaftgewicht, Lie-Winkel oder Loft haben unmittelbare Auswirkungen. Fleetwood etwa spielt weichere Schäfte und flachere Lie-Winkel als McIlroy. Die Folge: McIlroy musste seine Zielausrichtung anpassen, um typische Flugkurven zu kompensieren. Auch bei den Drivern zeigten sich klare Differenzen – nicht nur in Ballflug und Spin, sondern bereits in Optik und Setup.

Das Resultat liess nicht lange auf sich warten: McIlroy verzog Fleetwoods Driver nach links, während Fleetwood mit McIlroys Setup nach rechts tendierte. Ein eindrücklicher Beleg dafür, wie stark Schläger auf die «DNA» eines Spielers abgestimmt sind.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Fleetwoods 9-Holz – ein Schläger, den McIlroy unter normalen Umständen kaum einsetzen würde. Doch im Match wurde er gezielt dazu animiert, diesen immer wieder zu spielen. Für Spieler mit anderer Schwungdynamik kann ein solches Setup jedoch durchaus Sinn ergeben und zeigt, wie unterschiedlich Wege zum gleichen Resultat sein können.

Besonders bemerkenswert bleibt die Anpassungsfähigkeit beider Profis. Trotz ungewohnter Schläger gelang es ihnen, stabile Schläge zu produzieren und Lösungen zu finden. Selbst bei den Puttern, die sich in Gewicht, Länge und Loft deutlich unterscheiden, konnten beide ihr Spiel rasch adaptieren.

Der Versuch zeigt eindrücklich: Topspieler verfügen nicht nur über Technik, sondern auch über die Fähigkeit, sich schnell auf neue Gegebenheiten einzustellen. Für Amateure bleibt die Erkenntnis, dass individuell abgestimmtes Material entscheidend ist – und dass ein besseres Verständnis für das eigene Setup direkt zu konstanteren Resultaten führen kann.

Photo by Ross Kinnaird/Getty Images