Sebastian «Sebby» Heijdenberg wurde in Schweden geboren, doch sein Weg zum Swiss PGA Professional führte ihn über England, Frankreich und Dubai schliesslich in die Schweiz. Heute lebt er mit seinen beiden Söhnen und einem Jack Russell in Arisdorf im Baselbiet und betreibt in Rheinfelden ein ganzjähriges Swing-Studio, das sich für Golferinnen und Golfer mit Leistungsanspruch längst zu einer festen Adresse entwickelt hat.
News ➝ Swiss PGA  ·  2026-05-12 11:50:10  ·  RZ

Sebby Heijdenberg: Der moderne Swiss PGA Pro

Sebastian «Sebby» Heijdenberg wurde in Schweden geboren, doch sein Weg zum Swiss PGA Professional führte ihn über England, Frankreich und Dubai schliesslich in die Schweiz. Heute lebt er mit seinen beiden Söhnen und einem Jack Russell in Arisdorf im Baselbiet und betreibt in Rheinfelden ein ganzjähriges Swing-Studio, das sich für Golferinnen und Golfer mit Leistungsanspruch längst zu einer festen Adresse entwickelt hat.

Ein Leben geprägt vom Golf

Sebbys Verbindung zum Golfsport begann früh. Bereits im Alter von sechs Jahren soll er seinen Eltern gesagt haben, dass er Golfprofi werden wolle. Aufgewachsen in einer golfaffinen Familie spielte er zunächst etwa einmal pro Monat, ehe während der Highschool wöchentliche Runden zur Routine wurden. Anschliessend absolvierte er vier Jahre College-Golf an der Royal Holloway University of London und entschied sich in seinem letzten Studienjahr für den Schritt ins Profilager.

«Es war immer klar, dass Golf mein Weg sein würde – auf die eine oder andere Art», sagt er.

Nach seiner Ausbildung bei der British PGA versuchte sich Heijdenberg zunächst als Tourspieler – ein Kapitel, das er mit typisch trockenem Humor als «sehr erfolglos» beschreibt. Eine Verletzung lenkte seine Karriere schliesslich in eine andere Richtung und brachte ihn 2010 in die Schweiz. Seit 2011 ist er Mitglied der Swiss PGA und gehört seither fest zur Schweizer Golfszene.

Klar. Motivierend. Bewährt.

Gefragt nach drei Worten, die seinen Unterrichtsstil beschreiben, muss Sebby nicht lange überlegen. Seine Philosophie basiert auf Klarheit und Struktur: Jeder Schüler soll genau verstehen, woran gearbeitet werden muss – unabhängig davon, was «besser werden» individuell bedeutet – und gleichzeitig einfache Werkzeuge erhalten, um Schritt für Schritt Fortschritte zu erzielen.

Technologie spielt dabei eine zentrale Rolle. Seit 2015 arbeitet Heijdenberg intensiv mit dem GCQuad Launch Monitor, den er in jeder Lektion und jedem Fitting einsetzt. Seine Begründung klingt simpel: «Warum raten, wenn man messen kann?»

Für ihn ermöglicht datenbasierter Unterricht schnellere und greifbarere Fortschritte – ohne unnötiges Rätselraten für Coach und Spieler.

Das Studio als Zentrum

Auch sein Arbeitsmodell folgt keinem klassischen Muster. Sebby arbeitet ausschliesslich von Montag bis Freitag, nimmt im Sommer sechs Wochen frei für seine Kinder und verlagert den Grossteil seines Coachings ins Indoor-Swing-Studio in Rheinfelden – selbst während der warmen Monate.

Während der Outdoor-Saison arbeitet er gezielt auf dem Platz oder im Kurzspielbereich, doch sein Grundprinzip bleibt konstant: Im Winter lernen, im Sommer spielen.

Gerade in den kälteren Monaten kombiniert er intensives Coaching mit Clubfittings. Das gesamte Konzept orientiert sich dabei nicht nur an seiner beruflichen Überzeugung, sondern auch an seinen persönlichen Prioritäten – ein Beweis dafür, dass eine Karriere im Golf nicht zwingend einem klassischen Weg folgen muss.

Gegen den Status quo

Auch sein Rat an junge Professionals spiegelt diese Haltung wider: «Akzeptiert nicht einfach den Status quo in der Golfindustrie.»

Er sieht grosse Chancen darin, eine Karriere und ein Leben nach den eigenen Vorstellungen aufzubauen. Nachwuchs-Pros empfiehlt er, aktiv auf erfolgreiche Coaches, Unternehmer oder Spitzensportler zuzugehen und zu fragen, ob man sie begleiten dürfe.

«Man wäre überrascht, wie viele Leute Ja sagen, wenn man sie fragt», erklärt er.

Es ist eine Philosophie der aktiven Neugier: Chancen entstehen nicht von selbst – man muss sie suchen.

Zwischen Schweiz und Schweden

Abseits des Golfplatzes bestimmen vor allem seine beiden Söhne und die Natur seinen Alltag. Heijdenberg pendelt regelmässig zwischen der Schweiz und Schweden und schätzt die Kontraste beider Länder. Zudem ist er Country-Music-Fan – und laut eigener Aussage «ein Weltklasse-Schläfer».

Wäre Golf nicht sein Weg geworden, hätte er sich vermutlich der Musik gewidmet. Vielleicht erklärt genau diese kreative Ader auch seinen intuitiven und individuellen Zugang zum Coaching.

Der Blick nach vorne

In fünf Jahren sieht Heijdenberg seine Zukunft mit weniger Einzelstunden, einem kleineren Kundenstamm und einem stärkeren Fokus auf Coaching-Retreats sowie Interessen ausserhalb des Golfsports. Kein Abschied vom Golf – vielmehr eine natürliche Weiterentwicklung eines Karrierewegs, den er stets nach eigenen Vorstellungen gestaltet hat.

Sein Wunsch für die Zukunft des Schweizer Golfs fällt dabei typisch pragmatisch aus: Der Sport müsse einfacher, günstiger und zugänglicher werden.

Sein Vorschlag: Anfänger sollten zunächst von 1’800 Metern spielen und dort lernen, eine 72 zu erzielen, bevor sie weiter hinten abschlagen. Danach beginne der Prozess von vorne.

«Die Plätze sind zu lang», sagt er. «Die Leute müssen zuerst lernen, wie man Scores macht.»

Ein Leben geprägt vom Golf  Sebbys Verbindung zum Golfsport begann früh. Bereits im Alter von sechs Jahren soll er seinen Eltern gesagt haben, dass er Golfprofi werden wolle. Aufgewachsen in einer golfaffinen Familie spielte er zunächst etwa einmal pro Monat, ehe während der Highschool wöchentliche Runden zur Routine wurden. Anschliessend absolvierte er vier Jahre College-Golf an der Royal Holloway University of London und entschied sich in seinem letzten Studienjahr für den Schritt ins Profilager.  «Es war
Ein Leben geprägt vom Golf  Sebbys Verbindung zum Golfsport begann früh. Bereits im Alter von sechs Jahren soll er seinen Eltern gesagt haben, dass er Golfprofi werden wolle. Aufgewachsen in einer golfaffinen Familie spielte er zunächst etwa einmal pro Monat, ehe während der Highschool wöchentliche Runden zur Routine wurden. Anschliessend absolvierte er vier Jahre College-Golf an der Royal Holloway University of London und entschied sich in seinem letzten Studienjahr für den Schritt ins Profilager.  «Es war
Ein Leben geprägt vom Golf  Sebbys Verbindung zum Golfsport begann früh. Bereits im Alter von sechs Jahren soll er seinen Eltern gesagt haben, dass er Golfprofi werden wolle. Aufgewachsen in einer golfaffinen Familie spielte er zunächst etwa einmal pro Monat, ehe während der Highschool wöchentliche Runden zur Routine wurden. Anschliessend absolvierte er vier Jahre College-Golf an der Royal Holloway University of London und entschied sich in seinem letzten Studienjahr für den Schritt ins Profilager.  «Es war