US Open: McIlroy hat aus dem Shinnecock-Debakel gelernt
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Als Rory McIlroy diese Woche nach Shinnecock Hills zurückkehrte, hatte er noch eine offene Rechnung mit dem Platz.
Vor acht Jahren erlebte der Nordire auf Long Island eine seiner bittersten Major-Wochen. Die Bedingungen bei den US Open 2018 waren derart anspruchsvoll, dass kein einziger Spieler das Turnier unter Par beendete. Am Ende setzte sich Brooks Koepka mit einem Gesamtscore von einem Schlag über Par durch.
McIlroys Titelhoffnungen waren damals allerdings schon früh beendet. Nach einer Auftaktrunde von 80 Schlägen – seinem bis dahin schlechtesten Resultat relativ zu Par bei einem Major – verpasste der spätere Masters-Champion den Cut deutlich.
Für die diesjährige Rückkehr hatte der sechsfache Major-Sieger deshalb einen klaren Plan. Statt Shinnecock aggressiv anzugreifen, setzte er auf Geduld und Fehlervermeidung. Eine Strategie, die angesichts des starken Winds und der ohnehin schwierigen Bedingungen als goldrichtig erschien.
«Es war ein Tag, an dem man sich einfach im Turnier halten musste und sich nicht selbst aus dem Rennen schiessen durfte. Genau das ist mir hier vor acht Jahren passiert», erklärte McIlroy nach seiner Runde.
«Ich bin mit der Einstellung auf den Platz gegangen, dass Pars gute Resultate sind. Wenn hier und da ein Birdie dazukommt, ist das ein Bonus. Entscheidend war, die Fehler zu minimieren. Das ist mir heute grösstenteils gelungen.»
Der Titelverteidiger des Masters setzte diesen Plan nahezu perfekt um. Mit einer 69er-Runde und einem Schlag unter Par positionierte er sich nach dem ersten Tag nur einen Schlag hinter der Spitze.
Zwischenzeitlich sah es sogar noch besser aus. Nach einem Eagle auf dem Par-5 der fünften Bahn – seinem 14. Loch des Tages – lag McIlroy kurzzeitig alleine in Führung. Zwei späte Bogeys auf den letzten beiden Löchern verhinderten jedoch eine noch bessere Ausgangslage.
Trotzdem zeigte sich der 37-Jährige zufrieden. «Es ist unglaublich hart da draussen. Ich hatte nicht das Gefühl, auf den letzten beiden Löchern schlechte Eisenschläge gemacht zu haben. Trotzdem geriet ich in schwierige Situationen und konnte die Pars nicht mehr retten. Aber insgesamt war es ein wirklich guter Tag», sagte er.
Da für die zweite Runde erneut anspruchsvolle Bedingungen erwartet werden, dürfte McIlroy seiner konservativen Strategie treu bleiben. Vielleicht ist es nicht die spektakulärste Version des Nordiren, doch in Shinnecock Hills scheint Zurückhaltung derzeit der schnellste Weg nach vorne zu sein.
Photo by Getty Images
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