So funktioniert der Cut bei den US Open
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Die US Open gelten als die härteste Prüfung im Profigolf. Wer nach zwei Runden noch im Rennen bleibt, darf nicht nur weiter vom Titel träumen, sondern sichert sich auch Preisgeld, Weltranglistenpunkte und zwei weitere Tage auf einer der grössten Bühnen des Sports. Doch wie wird der Cut eigentlich bestimmt?
Die Geschichte des US-Open-Cuts
Einen offiziellen Cut führte die USGA erstmals 1966 ein. Damals wurde die US Open von einem dreitägigen Turnier auf das heute übliche Format mit vier Runden erweitert.
Ähnlich wie beim Masters galt zunächst eine einfache Regel: Alle Spieler, die nach 36 Löchern höchstens zehn Schläge hinter dem Führenden lagen, qualifizierten sich für die Finalrunden am Wochenende. Die Anzahl der Spieler im Cut variierte deshalb stark von Jahr zu Jahr.
Wie problematisch dieses System sein konnte, zeigte die US Open 1995 im Oakland Hills Country Club. Damals schafften es 108 der 156 Teilnehmer ins Wochenende – deutlich mehr, als den Organisatoren lieb war.
Die heutige Regel
Erst 2011 nahm die USGA die entscheidende Anpassung vor. Seitdem gilt bei der US Open:
Die besten 60 Spieler und Schlaggleiche («Top 60 and ties») nach 36 Löchern schaffen den Cut.
Damit ist die Zahl der Teilnehmer am Wochenende deutlich begrenzter als früher.
Einige Beispiele aus den vergangenen Jahren:
- 2022 in Brookline: 71 Spieler im Cut
- 2021 in Torrey Pines: 64 Spieler im Cut
- 2024 in Pinehurst No. 2: 74 Spieler im Cut
- 2025 in Oakmont: 67 Spieler im Cut
Die Unterschiede entstehen jeweils durch die Anzahl der Spieler, die exakt auf dem Cut-Wert liegen und deshalb ebenfalls weiterkommen.
Unterschiede zu den anderen Majors
Die US Open verwenden strengere Kriterien als zwei andere Major-Turniere:
- US Open: Top 60 und Schlaggleiche
- The Open Championship: Top 70 und Schlaggleiche
- PGA Championship: Top 70 und Schlaggleiche
- Masters Tournament: Top 50 und Schlaggleiche
Damit liegt die US Open zwischen dem Masters mit dem kleinsten Wochenende-Feld und The Open beziehungsweise der PGA Championship, die jeweils mehr Spieler in die Finalrunden lassen.
Shinnecock Hills 2026
Auch bei der diesjährigen US Open im legendären Shinnecock Hills Golf Club gilt die Regel «Top 60 und Schlaggleiche». Auf einem Platz, der traditionell als einer der anspruchsvollsten Austragungsorte der Meisterschaft gilt, dürfte der Kampf um den Cut einmal mehr fast so intensiv werden wie das Rennen um den Titel selbst.
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