LIV Golf steht vor dem Aus: BC Partners zieht sich zurück
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Der Investor BC Partners hat seine Pläne für eine Neuauflage von LIV Golf aufgegeben. Berichten zufolge steht die Liga vor der Abwicklung, am Donnerstag ist eine Anhörung vor dem Insolvenzgericht angesetzt.
Es sieht nach dem Ende von LIV Golf in seiner bisherigen Form aus. Laut Berichten der «Financial Times», von «The Athletic» und der BBC hat BC Partners die zugesagte Finanzierung von bis zu 300 Millionen Dollar für eine Neuauflage unter dem Namen «LIV 2.0» zurückgezogen. Grund sei, dass die Liga nicht genügend Spieler für die Saison 2027 verpflichten konnte. Am Donnerstag wird LIV zu einer Anhörung vor dem Insolvenzgericht in Trenton im US-Bundesstaat New Jersey erwartet. Die BBC schreibt, ein Anwalt der Liga werde dort mitteilen, dass der Vorschlag für LIV 2.0 nicht tragfähig sei. Andere Medien sprechen von einem Beginn der Liquidation. Eine offizielle Bestätigung von LIV lag vorerst nicht vor.
Woran die Neuauflage gescheitert ist
Nach Angaben von Quellen aus dem Umfeld hatten sich rund 30 Spieler für 2027 verpflichtet, darunter Majorsieger, etwa zehn weitere galten als unentschlossen. Eine Spielerliste hat die Liga nie veröffentlicht. BC Partners habe aber zu wenig Starpower und zu wenig Zeit gesehen: Die Firma hatte die Frist für die nötigen Zusagen mehrfach verschoben, dazu kamen die Abgänge von Jon Rahm, Tyrrell Hatton, Sergio Garcia, Ian Poulter, David Puig und Lucas Herbert. Bryson DeChambeau hatte sein Interesse an der Zukunft der Liga geäussert, sich aber nicht festgelegt, Cameron Smith und Phil Mickelson ebenfalls nicht. Ganz aus dem Spiel sei BC Partners nicht, heisst es bei «Front Office Sports»: nur nicht mit dieser Version des Plans.
Von Saudi-Arabien zum Insolvenzgericht
Die Geschichte der Liga ist schnell erzählt. Der saudische Staatsfonds PIF hat nach Angaben der BBC mehr als fünf Milliarden Dollar in LIV investiert und im April seine Unterstützung eingestellt. Die Saison 2026 endete früh, das letzte Turnier fand am 26. August in Indianapolis statt, zwei Turniere wurden abgesagt. Am 8. September meldete LIV Chapter 11 an und entliess den grössten Teil der Belegschaft. Zuletzt hatte die Liga erklärt, den Betrieb während der Sanierung fortzusetzen. Erst vor einer Woche haben wir über die Entscheidung zwischen LIV 2.0 und Auflösung berichtet.
Was auf dem Spiel steht
Im Insolvenzverfahren geht es um Forderungen von Spielern mit Vertragsgarantien und von Dienstleistern, die für ihre Arbeit nicht bezahlt wurden. Die «Financial Times» spricht von Ansprüchen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar. Zudem soll die Liga mit einer Klage der Premier Golf League konfrontiert sein. Für die Spieler, die auf Neuverträge hofften, ist die Lage kompliziert: Die DP World Tour hat erklärt, dass LIV-Spieler 2027 keine Mitgliedschaft erhalten, und die PGA Tour hat für Rückkehrer nach den Worten von Tour-Chef Brian Rolapp nur ein einmaliges Fenster geöffnet. Jon Rahm hat gerade gesagt, er würde für eine Rückkehr zahlen.
McIlroys Urteil
Rory McIlroy hat sich vor der Abu Dhabi Championship klar zur Tour in Europa bekannt. LIV habe «das Profigolf in ein Wettrüsten verwandelt», sagte er. Mit dem möglichen Ende der Liga steht genau dieses Modell nun vor dem Aus.
Bild: Getty Images
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