Henrik Stenson zu seiner überraschende LIV-Golf-Degradierung
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Es sah lange danach aus, als würde Ian Poulter – und nicht sein LIV-Teamkollege Henrik Stenson – der europäische Routinier sein, der in der vergangenen Woche aus der Liga abgestiegen ist.
Poulter startete beim letzten regulären Saisonturnier in Indianapolis am Rand des Abgrunds. Der Engländer musste in die Top 24 kommen, um genügend Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, hatte zuvor aber nur einmal in dieser Saison die obere Hälfte eines LIV-Leaderboards erreicht. Mit vier Birdies in Serie am dramatischen Sonntag in Chatham Hills spielte er jedoch eine 67 und sprang auf Rang 17.
Stenson, Poulters Co-Captain bei den Majesticks, war als geteilter Dritter in die Finalrunde gestartet, kam jedoch mit einer 72 (+1) ins Klubhaus und fiel in die «Drop Zone».
Anders als in der Vorsaison, als Bubba Watson und Brandon Grace aufgrund eines «Business Case» eine Ausnahme erhielten, wird der Abstieg für LIV-Spieler in diesem Jahr konsequent durchgesetzt. Damit ist offen, wie es für Stenson weitergeht. Der Open-Champion von 2016 hatte vor drei Jahren mit seinem Wechsel zu LIV die Ryder-Cup-Kapitänsrolle verloren und ist der einzige Majesticks-Spieler, der ein LIV-Turnier gewinnen konnte – 2022 in Bedminster während seiner Debütsaison.
Obwohl er Co-Captain und Minderheitsgesellschafter des Teams ist, darf Stenson kommende Saison nicht auf LIV abschlagen, ausser er gewinnt die Order of Merit der International Series auf der Asian Tour oder das LIV-Promotionsturnier im Winter, bei dem ein Platz vergeben wird. Alternativ könnte er 2026 auf der Asian Tour antreten oder durch die Bezahlung der Strafen, die ihm von der DP World Tour für seine LIV-Starts auferlegt wurden, seine Spielberechtigung zurückerlangen.
Wie es weitergeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Zunächst steht aber noch das LIV-Teamfinale in Michigan an – möglicherweise Stensons letzter Auftritt auf der LIV-Tour. Dort fasste der 49-Jährige seine Saison zusammen:
«Aus persönlicher Sicht war es natürlich eine enttäuschende Saison und ein enttäuschender Sonntag für mich. Nachdem ich am Freitag und Samstag gute Arbeit geleistet hatte, um mich in eine gute Position zu bringen, hatte ich einen schlechten Start und konnte am Sonntag nicht mehr zurückkommen. Ich machte zwar noch ein paar Birdies auf den letzten Löchern, aber nicht genug, um den Start wettzumachen. Alles in allem eine Enttäuschung, aber dies ist die letzte Woche. Es ist das Team-Event, und wir werden unser Bestes geben, um die Saison von Freitag bis Sonntag auf eine bessere Note zu beenden, als es sich am Sonntag angefühlt hat.»
Stenson weiter: «Im Verlauf einer Karriere gibt es gute und schlechte Jahre. Das gehört zum Sport. Es gibt Enttäuschungen, und es gibt gute Zeiten. In diesem Jahr hatte ich die schlechteste Saison im Team und stehe nun am schlechtesten da. Damit muss man umgehen und nach vorne schauen.»
Photo by Andrew Redington/Getty Images
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