Jeff Brighton, caddie of Maja S presented by Ally 2025 at Erin Hills Golf Course Photo by Stacy Revere/Getty Images
News ➝ US Women's Open  ·  2025-06-03 20:16:12  ·  Tom Page

Maja Stark gewinnt dank eines schottischen Comedians

Maja Stark feiert ihren ersten Major-Titel – und bedankt sich bei einem ehemaligen Stand-up-Comedian. Die Schwedin setzte sich beim US Women’s Open in Erin Hills mit zwei Schlägen Vorsprung gegen Weltranglisten-Erste Nelly Korda und Rio Takeda durch.

Am Ende war es eine Mischung aus Nervenstärke und Humor, die der 24-Jährigen zum Sieg verhalf. Denn auf dem 18. Grün musste Stark lange warten, während ihre Spielpartnerin Julia Lopez Ramirez mit einer bitteren Acht einbrach. Drei Schläge Vorsprung, ein nervöser Putt – und viel Zeit zum Grübeln.

«Mein Caddie war früher Stand-up-Comedian», verriet Stark nach der Runde. «Er hat ein paar gute Witze gemacht. Wir haben versucht, über andere Dinge zu reden und nicht zu sehr über meinen Putt nachzudenken.» An die Witze selbst konnte sie sich danach nicht mehr erinnern – dafür war der Moment zu gross.

Jeff Brighton, der Caddie mit Bühnenerfahrung, bewies das richtige Gespür. «Das war einfach nur Blabla», sagte er später gegenüber Golf Digest. «Man versucht, ihren Kopf vom Golf wegzubekommen. Maja ist eine sehr ehrgeizige, intensive Spielerin. Zwischen den Schlägen muss sie sich etwas ablenken.»

Brighton stammt aus Ayrshire in Schottland, hatte früher unter anderem Bronte Law und Jin Young Ko betreut und war zuletzt mit Colin Montgomerie auf der PGA Tour Champions unterwegs. Erst seit wenigen Wochen ist er an der Seite von Maja Stark – und gleich mit einem Coup.

«Wir haben gut harmoniert. Sie war grossartig», schwärmte der Schotte. «Wir hatten einen klaren Spielplan, sie hat mutig und dennoch kontrolliert gespielt. Sie meinte, dass es ihr nichts bringe, ängstlich zu spielen. Also war sie aggressiv auf smarte Ziele. Und als sie merkte, dass Pars gute Scores sind, hat sie es perfekt durchgezogen.»

Neben dem grossen Titel gab es für Maja Stark auch das bisher höchste Preisgeld ihrer Karriere: 2,4 Millionen US-Dollar.

Photo by Stacy Revere/Getty Images