Swiss Challenge wieder in Sempach luca_galliano-1
News ➝ HotelPlanner Tour  ·  2025-06-04 08:00:44  ·  Stefan Waldvogel

15. Swiss Challenge startet in Sempach

Nach vier Austragungen auf Golf Saint Apollinaire bei Basel, kehrt die Swiss Challenge zurück in die Zentralschweiz. Auf Golf Sempach geht es ab Donnerstag für die neun Schweizer Profis unter anderem um 300'000 Euro Preisgeld und wichtige Punkte für den Aufstieg auf die DP World Tour.

«Die Swiss Challenge gehört hier hin, nun sind wir wieder bereit für den internationalen Grossanlass», sagt Turnierdirektor Daniel Weber. Unter anderem weil das Clubhaus in Hildisrieden abgebrannt ist, wechselte das Turnier für vier Jahre zum Golf Saint Apollinaire bei Basel. «Nun ist die Infrastruktur mit dem neuen Parkhaus, einem Indoor-Trainingszentrum und dem grosszügigen Clubhaus auf Golf Sempach absolut top und das wollen wir dem breiten Publikum auch zeigen», ergänzt Weber. 

Vom Donnerstag bis Pfingstsonntag kämpfen 156 Golf Professionals im grössten Golfresort der Schweiz um den Aufstieg auf die DP World Tour und ein Preisgeld von 300'000 Euro. 

An allen vier Turniertage geniessen die Zuschauerinnen und Zuschauer freien Eintritt und können sich auf den weitläufigen Anlagen von Golf Sempach frei bewegen. «Wir erwarten an den vier Tagen insgesamt rund 10'000 Besucher aus der ganzen Schweiz», sagt Weber. Nicht zuletzt wegen der sehr zentralen Lage. 

Einziger Heimsieg 2017

Der bisher einzige Schweizer Sieg bei der Swiss Challenge ist schon acht Jahre her, damals gewann Joel Girrbach auf Golf Sempach den Titel. Der Thurgauer spielt seit einiger Zeit eine Stufe höher, auf der DP World Tour. Sein Clubkollege Benjamin Rusch konnte sich vergangene Saison nicht auf höchster europäischer Stufe behaupten und startet mit eingeschränktem Spielrecht auf der HotelPlanner Tour. So kam Rusch bisher erst auf drei Turniere, mit einem fünften und einem 14. Platz liegt der Thurgauer als bester Schweizer in der Jahreswertung aktuell auf Position 58.

Zweitbester Schweizer ist Jeremy Freiburghaus auf dem 91. Rang. Der Bündner hat bereits 11 Turniere gespielt. Nach seinem zweiten Top-20-Ergebnis in Dänemark, scheiterte er zuletzt in Spanien mit +2 am Cut. Der Basler Cédric Gugler benötigte einen Schlag weniger, allerdings reichte auch dies knapp nicht für den Finaleinzug. 

Ebenfalls regelmässig auf der HotelPlanner Tour aktiv sind der Zürcher Ronan Kleu und der Lausanner Robert Foley. Dazu kommen vier weitere Schweizer Profis, die mit einer Wildcard antreten, nämlich Mauro Gilardi, Nicola Gerhardsen, Fiorino Clerici und Maximilien Sturdza. Die drei eingeladenen Amateure sind Max Schliesing (Leuk), Tom Mao (Wallenried) und Filippo Serra (Genf). Schliesing und Serra studieren derzeit in den USA, der 20-jährige Tom Mao hat die Schule vorzeitig abgebrochen und konzentriert sich seit vier Jahren ausschliesslich aufs Golf. 

Viele Internationale, keine Innerschweizer

Was auffällt, anders als in früheren Jahren, ist diesmal kein Golfer aus der Region am Start. 

Laut Weber ist dies wohl eher zufällig. «Wir haben in der Region sicher einige Talente gerade bei den Amateuren, sie sind aber meist zu jung für eine solch schwierige Aufgabe. Bei den Profis zählen nur die sportlichen Gründe und hier gibt es eventuell aktuell eine kleine Lücke.»

Ebenfalls auffällig die lange Warteliste von internationalen Spielern, die es wohl nicht ins Feld schaffen. Für Weber ist klar: «Wir haben einen der schwierigsten Plätze auf der Tour. Nur solche echten Tests bringen ambitionierte Golfer weiter und somit ist das Interesse der Profis enorm.»

Gross ist auch der Aufwand: Schon für die Vorbereitung wurde das Greenkeeping-Team auf 25 Leute verdoppelt. Die kleine Tribüne neben dem 18. Green ist bereit und der frühere Empfang wird zu einem eleganten VIP-Bereich umgebaut.