«Golf hat mein Leben gerettet» – eine beeindruckende Geschichte
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Der 67-jährige Golfer Pat Duke, der in den vergangenen zwölf Jahren zahlreiche Schicksalsschläge bewältigen musste, erlebte einen ganz besonderen Moment, der ihm für immer in Erinnerung bleiben wird.
«Ich bin kein besonders guter Golfer, aber Golf hat mein Leben gerettet», sagt Pat.
Der stolze Ire, der in den 2000er-Jahren nach England zog, war früher ein leidenschaftlicher Sportler. Gaelic Football, Rugby, Fussball und Cricket gehörten ebenso zu seinem Alltag wie ein ausgeprägter Wettkampfgeist. Über 30 Jahre arbeitete er in der Strassenbau- und Belagsindustrie.
Bei seiner Arbeit als Road Surfacing Operator geriet beim Einsatz einer Fräsmaschine seine Jacke in die Förderschnecke. Sein Arm wurde in die Maschine gezogen. «Ich war zwei Stunden lang eingeklemmt und habe nie das Bewusstsein verloren. Ich weigerte mich, die Augen zu schliessen, weil ich dachte, ich würde sterben», erinnert sich Pat. Der Unfall kostete Pat seinen Arm. Der Weg zurück war extrem schwer und geprägt von posttraumatischer Belastungsstörung, Angstzuständen und Depressionen.
Trotz aller Herausforderungen riet ihm eines Tages ein Freund, Golf auszuprobieren. Man schickte ihn zu Brian Mudge, PGA Professional, der ihn im Simulator fragte, ob er jemals einen Golfball geschlagen habe. «Noch nie», lautete die Antwort. Brian sagte ihm: «Kopiere niemanden. Du bist der einzige beeinträchtigte Golfer hier. Was für dich funktioniert, funktioniert für andere nicht – und umgekehrt. Spiele einfach so, wie du spielst. Du wirst nie so weit schlagen wie andere, aber halte den Ball im Fairway.»
Brian stellte ihn zudem älteren Clubmitgliedern vor, die ihm halfen, Selbstvertrauen zu gewinnen. Die Angst, andere aufzuhalten oder sich zu blamieren, erwies sich als unbegründet. «Ich bin kein guter Golfer, aber ich kann es tun. Dank Brian schlage ich den Ball 200 Yards das Fairway hinunter.»
Pat begann mehrmals pro Woche zu spielen und schloss im Overstone Park Dutzende Freundschaften. Für ihn steht fest: Golf hat ihm das Leben gerettet. «Es ist eine Sache des Selbstvertrauens. Golf ist das frustrierendste Spiel, an dem ich je teilgenommen habe. Mit nur einem Arm zu spielen, war anfangs extrem schwierig, aber es lehrt einen unglaublich viel.» Der Sport, die Menschen und das soziale Umfeld halfen ihm aus einer Phase voller Selbstzweifel, Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit heraus.
«Von suizidalen Gedanken zu Golf und Freundschaften – vielleicht passiert alles aus einem Grund», sagt Pat. «Ob es Schicksal war, Brian Mudge und die Menschen in Overstone zu treffen? Ich weiss es nicht.» Er gibt offen zu, dass er die Feinheiten des Spiels nicht vollständig kennt. «Aber es hat mir enorm geholfen. Es hat mich rausgebracht, mir Selbstwert und Vertrauen gegeben. Die Komplimente, die Begegnungen – das alles gibt einem Lebenswillen.»
Golf hält ihn aktiv und sozial eingebunden – und bescherte ihm kürzlich einen unvergesslichen Moment, als er mit Freunden an Loch (120 Yards, Par 3) ein Hole-in-One spielte.
Deine Geschichte zählt
Pat Dukes Weg zeigt, welche Kraft der Golfsport entfalten kann – weit über Scorekarten und Handicaps hinaus. Auch in der Schweizer Golf-Community gibt es solche Geschichten: von Rückschlägen, Neuanfängen, besonderen Momenten auf und neben dem Platz.
Bild zVg
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