Justin Thomas blickt nach vorne – Bay Hill im Fokus
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Justin Thomas ist zurück – und richtet den Blick kompromisslos nach vorne. Nach einer Mikrodisektomie im November gab der 16-fache PGA-Tour-Sieger am Montag sein Wettkampf-Comeback in der TGL-Liga im SoFi Center in Palm Beach Gardens.
Der Start verlief alles andere als ideal: Gleich mit seinem ersten Live-Schwung segelte ein Eisen deutlich über das Grün in den hinteren Bunker, wenig später verzog er einen weiteren Schlag links ins Penalty Area – Lochverlust für sein Team Atlanta Drive.
Am Ende durfte der Titelverteidiger dennoch jubeln. Atlanta Drive setzte sich gegen Boston Common durch und übernahm die Tabellenführung. Thomas selbst lochte den entscheidenden Putt – und verkündete danach seine Rückkehr auf die PGA Tour: Nächste Woche will er beim Arnold Palmer Invitational im Bay Hill Club and Lodge in Orlando abschlagen.
«Ich freue mich, nächste Woche wieder in Bay Hill zu spielen», sagte Thomas.
Sein letzter Start auf der PGA Tour datiert vom September, als er sowohl beim Ryder Cup als auch bei der Procore Championship im Einsatz stand. Danach folgte der Eingriff an einer Bandscheibe im Rücken, um anhaltende Hüftschmerzen zu beheben, die ihn über Monate begleitet hatten.
Dass nach mehreren Monaten Wettkampfpause noch nicht alles rund lief, überraschte ihn nicht. «Es lief nicht besonders gut. Ich brauchte etwas Zeit, um in einen Rhythmus zu kommen und mich wohlzufühlen», erklärte Thomas. Im vergangenen Jahr habe er immer wieder versucht, einen kontrollierten Fade zu spielen – vergeblich. «Also habe ich am Ende fast nur noch einen Pull-Hook gespielt.»
Trotzdem gab es positive Signale. Sein erster Drive wurde mit 311 Yards gemessen, bei einer Ballgeschwindigkeit von 177 mph. Später erreichte er sogar 180 mph. «Es ist ziemlich nahe an der normalen Distanz», sagte Thomas. Die Reha sei gut verlaufen, seit rund dreieinhalb Wochen sei er wieder vollständig fit. «Jetzt geht es darum, mich wieder ans Spielen zu gewöhnen.»
Mit Blick auf die kommenden Wochen – Players Championship und Masters stehen vor der Tür – weiss der 32-Jährige, dass Geduld gefragt ist. «Ich muss die kleinen Dinge richtig machen und dranbleiben. Verletzungsfrei zu spielen ist mein Hauptziel und war es immer», betonte er. Es gelte, nichts zu überstürzen.
Auch die Erwartungshaltung versucht Thomas bewusst zu steuern. Bay Hill gilt als anspruchsvolle Bühne, selbst ohne körperliche Fragezeichen. «Ich will einfach spielen, verschiedene Winde, verschiedene Gräser, unterschiedliche Lagen erleben», sagte er. «Natürlich würde ich gerne gut spielen. Aber es werden fast fünf oder sechs Monate seit meinem letzten Turnier vergangen sein. Ich erwarte also nichts Grossartiges. Und ehrlich gesagt: In Bay Hill werden alle kämpfen – das lässt mich ein wenig besser fühlen.»
Für Justin Thomas zählt derzeit vor allem eines: gesund bleiben, Rhythmus finden – und Schritt für Schritt zurück zur alten Wettkampf-Form.
Photo by Rich Storry/TGL/TGL Golf via Getty Images
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