Hickory Masters 2026: Ein Major wie aus einer anderen Zeit
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Das Teilnehmerfeld für das Hickory Masters 2026 steht fest – und es verspricht Golf in seiner ursprünglichsten Form. Insgesamt 37 Spieler aus 16 Nationen werden am 13. und 14. Mai auf dem traditionsreichen Parcours von Villa d’Este am Comer See um den ersten Major-Titel der Hickory-Ära im dritten Jahrtausend kämpfen.
Was dieses Turnier so besonders macht, ist seine historische Stringenz. Gespielt wird ausschliesslich mit originalen Hickory-Schlägern, gefertigt vor 1935. Auf einem Platz, der dem Layout von 1926 nahekommt, wird Golf in seiner puristischen Essenz zelebriert. Der Parcours misst 5032 Meter mit Par 69 – Zahlen, die im modernen Kontext bescheiden wirken, mit historischem Material jedoch eine Herausforderung auf Major-Niveau darstellen.
Neben dem sportlichen Prestige geht es für die 14 Professionals im Feld auch um ein Preisgeld von 30’000 Euro. Acht ehemalige Sieger der European Tour sowie drei Hickory-Weltmeister unterstreichen die Klasse des Teilnehmerfeldes. Der Sieger wird seinen Namen auf dem «Silbernen Rake Niblick» verewigen – eine Trophäe, die bereits jetzt Symbolcharakter trägt.
Im Fokus steht auch der Schweizer Paolo Quirici. Der Hickory-Weltmeister von 2013 ist nicht nur CEO der organisierenden Hickory Masters SA, sondern auch Initiator des Turniers. Als Kenner des Platzes – 1987 gewann er hier die italienischen Amateurmeisterschaften – zählt er zum erweiterten Favoritenkreis. Dennoch bleibt er bewusst zurückhaltend und verweist auf die aussergewöhnliche Dichte des Feldes.
Zu den weiteren prominenten Namen gehört Andrew Marshall. Der Brite, Sieger der Hickory-WM 2015 und aktueller Spieler der Legends Tour, spricht von einer seltenen Gelegenheit: Golf auf einem historischen Platz mit Originalschlägern zu spielen, sei «ein grosses Vergnügen». Auch Perry Somers, Weltmeister von 2010, sieht im Hickory Masters die konsequente Rückbesinnung auf die Wurzeln des Spiels. Die strengen Vorgaben bezüglich Material und Präsentation garantierten eine Authentizität, die der Ära gerecht werde.
Diese Haltung teilen zahlreiche weitere Teilnehmer. Iain Forrester, Brian Gee oder Per G. Nyman betonen unisono die Bedeutung von Präzision, Tradition und dem «wahren Geist des Spiels». Für viele steht nicht nur das Resultat im Vordergrund, sondern das Erlebnis selbst – auch wenn der sportliche Ehrgeiz stets mitschwingt.
Für zusätzliche Dynamik sorgt die Gruppe der Herausforderer: Mehrere ehemalige European-Tour-Sieger wagen den Schritt in die Hickory-Welt. Namen wie Markus Brier, Emanuele Canonica, Gary Orr oder Jean-François Remésy bringen modernes Tour-Niveau mit – müssen sich jedoch erst an die Eigenheiten der historischen Schläger adaptieren. Genau darin liegt die Spannung dieses Turniers: die Begegnung zweier Golfwelten.
Photo by HGM
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