Traumhaftes Ambiente mit speziellem Flair – Crans-Montana
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Das Omega European Masters ist einzigartig – als Event, als Begegnungsort, als Station auf der DP World Tour. Spieler und Vertreter aus der Golfbranche schwärmen von der aussergewöhnlichen Ambiance in Crans-Montana.
Die Begeisterung in der Stimme ist durch das Handy zu spüren, selbst wenn Matt Fitzpatrick gerade weit entfernt in den USA unterwegs ist. «Oh Crans, ich liebe diesen Ort!», ruft der englische Weltklassegolfer. «Das Turnier ist in seiner Form einzigartig.» Fitzpatrick erwähnt das Panorama, die Stimmung, die Berge, das Dorf. Er spricht von der familiären Ambiance und vom grossen Zauber, den das Omega European Masters ausstrahle. Und er ist damit nicht allein. Egal, mit wem man über das Golfturnier im Walliser Hochplateau spricht, es geht stets um das faszinierende Flair und die Besonderheiten des Schweizer Standorts auf der DP World Tour.
Natürlich ist man auch bei Swiss Golf stolz auf die Veranstaltung. «Es ist der golferische Top Event der Schweiz», sagt Lukas Eisner, «aber das ist längst nicht alles.» Der Präsident des Golfverbandes freut sich stets darauf, derart viele Spitzengolfer aus der Nähe verfolgen zu können. Er schwärmt von der Ambiance im Dorf und auf dem Platz, von der grandiosen Aussicht und vom gemütlichen Austausch mit Partnern, Sponsoren und Freunden – einfach mit der ganzen Schweizer Golfwelt.
Besonders in Erinnerung geblieben sind Eisner der letztjährige Sieg von Ludvig Åberg und dessen famose letzte Löcher sowie ein Schlag des deutschen Golfers Marcel Siem. «Er schlug ein Holz 5 aus dem Rough mit einer Selbstverständlichkeit perfekt 250 Meter über die Bäume, das war sehr eindrücklich», sagt Eisner. Er empfiehlt, den Besuch des Turniers mit ein paar Golfrunden auf anderen wunderbaren Plätzen im Wallis sowie einer Wanderung auf den Cry d’Er zu kombinieren – zumal man es sich in Crans-Montana nachher auch kulinarisch in den vielen tollen Restaurants gutgehen lassen könne.
Meeting Point für die Golfszene
Auch Barbara Albisetti-Heath ist seit Jahrzehnten am Omega European Masters zu Gast. Die Direktorin Sport bei Swiss Golf, Jahrgang 1971, war bereits als Juniorin Zuschauerin und liess sich von den Emotionen und den Starspielern inspirieren. Ihr grosser Held sei stets Severiano Ballesteros gewesen, sagt Albisetti-Heath, und sie wisse noch genau, wie sie zusammen mit ihrer Schwester den Erwachsenen jeweils zwischen den Beinen hindurchgeschaut habe, um «Seve» bewundern zu können. Es gebe sogar ein Bild von ihr zusammen mit Ballesteros, da sei sie etwa 16 Jahre alt gewesen. «Das Turnier ist seit Generationen ein Höhepunkt für alle Golferinnen und Golfer in der Schweiz», sagt sie.
Albisetti-Heath betont die Bedeutung des Turniers als Meeting Point, weil man alle Menschen aus der Branche treffe. «Wir können dort Swiss Golf an unserem Stand und mit diversen Aktivitäten ein Gesicht geben.» Der Platz wiederum sei sowieso magisch, eine Ikone, es gebe so viele Erinnerungen an berühmte Spieler und dramatische Entscheidungen. «Ich spiele den Kurs auch selbst immer wieder gerne, weil man an jedem Loch an Situationen aus dem Turnier denkt.» Und auch wenn das Omega European Masters längst ein Riesenanlass geworden sei, habe es stets seinen intimen, angenehmen Rahmen bewahrt, sagt Albisetti-Heath.
The place to be
«Das erlebt man selten auf der Tour»
José Maria Zamora Rodriguez schwärmt ebenfalls von der besonderen Atmosphäre in Crans-Montana. Der Spanier arbeitet seit Jahrzehnten für die DP World Tour als Turnierdirektor und ist unter anderem für das Omega European Masters verantwortlich. «Die Spieler bringen teilweise ihre Familien mit – jeder liebt den Ort, unter anderem wegen der Geschichte, der Tradition, der Lage und der Gastfreundschaft», sagt er. «Das erlebt man selten auf der Tour.» Zudem sei die Treue der Kunden und Sponsoren bemerkenswert. «Ich war hocherfreut, als ich 2017 zum Turnierdirektor in Crans ernannt wurde», sagt Zamora Rodriguez, der 1993 erstmals im Wallis mit dabei war – und 2010 am meisten Spass hatte, als Miguel Ángel Jiménez das Turnier gewann. «Er liebt Crans seit über dreissig Jahren so sehr. Deshalb war es grossartig, als er die Trophäe in die Höhe stemmen konnte.»
Bei der Organisation gehe es darum, dass es in allen Bereichen der Veranstaltung perfekt «wie eine Uhr» laufe, sagt Zamora Rodriguez. «Die Zusammenarbeit mit Yves Mittaz und seinem Team ist eingespielt und sehr gut. Zudem werden der Platz und die Infrastruktur ständig verbessert.» Crans-Montana sei der glamouröseste Ort auf der DP World Tour. «Schon die Zugfahrt von Genf hinauf in die wunderbare Bergwelt ist ausgesprochen spektakulär.»
Joel Girrbachs Erwartungen für 2024
Das sieht der Chef Juniors bei Swiss Golf, der Ire Jerry Bolger, genauso. «Der Golfplatz ist auf der DP World Tour ohnehin mit keinem anderen zu vergleichen. Die englischsprachigen Kommentatoren auf Sky fragen sich immer wieder, wie sich die Golfer bei diesem traumhaften Bergpanorama auf das Golfspiel konzentrieren können», sagt Bolger. In seiner Funktion sehe er zudem, wie stark das Turnier die Juniorinnen und Junioren fasziniere. «Am Omega European Masters trifft man Spielerinnen und Spieler, die man jahrelang im Nachwuchs begleitet hat. Das sind immer schöne Begegnungen.»
Auch Joel Girrbach war bereits als Kind im Publikum und verfolgte das Turnier mit grossen Augen. Mittlerweile ist er als Schweizer Aushängeschild längst Teilnehmer, wobei er noch darauf wartet, einmal richtig stark abzuschneiden. «Ich weiss auch von ausländischen Spielern, dass sie es sehr schätzen, in Crans-Montana mit dabei zu sein», sagt Girrbach. «Die Stimmung ist einfach speziell; man kann alles zu Fuss erreichen und trifft sich im Dorf.» Zudem habe das Turnier eine reiche Historie und überzeuge ganz allgemein durch das wunderbare Setting in den Bergen. «Auch wir Spieler lieben es, in so einer Umgebung zu sein.»
Girrbach sagt, er geniesse die Tage in Crans jeweils sehr – er hat sich nach seinem überzeugenden Saisonstart für 2024 vorgenommen, die Schweizer Farben bis am Sonntag möglichst weit vorne auf dem Leaderboard zu vertreten.
Quelle: Swiss Golf; Getty
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